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Weihnachts-Burger Deluxe! Ick hör die Glocken läuten…

Weihnachtsburger

Gestern Abend war wieder einer dieser köstlichen Momente…

Einer dieser Momente, in denen ich so glücklich darüber bin, dass es Lebensmittel gibt, dass man sie einfach zubereiten kann und dass Burger einst erfunden wurden! Denn kaum ein Gericht lässt sich so wunderbar variieren. Auch für Weihnachten! Man nehme: Zutaten, die nach Advent schmecken, feinstes Bio-Rindfleisch – nicht zu mager und ein selbst gebackenes Kurkuma-Brötchen und schon hat man…

Weihnachtsburger

Weihnachts-Burger Deluxe

Die Fotos davon musste ich Euch einfach hier zeigen und auch wenn ich kein konkretes Rezept notiert habe, denke ich, dass Ihr den Burger – wenn Ihr wollt – trotzdem nachmachen könnt! Vielleicht hört Ihr dann ja auch die Glocken läuten…

So war er aufgebaut:

Unten: Wirsing mit Speck in Butter gebraten und mit Sahne und Muskat abgelöscht.

Dann: ein rosa gebratener Rindfleisch-Patty, nur mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Käse: ein milder Camembert.

Obendrauf: in Butter gebratene Zwiebeln mit Honig abgelöscht.

Und zu letzt: Preiselbeeren mit einer Prise Zimt verrührt.

Weihnachtsburger

Und so sieht er von der Seite aus. Auch hübsch, oder…. 🙂

 

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Französische Grilled Cheese Sandwiches zur EM 2016

Grilled Cheese Sandwich

Während Europa vor die Leinwände drängt, um das jeweilige Land gewinnen oder zumindest spielen zu sehen, nutze ich die Chance und lasse mich von den Nationen kulinarisch inspirieren!

Oh, là, là…

So gibt es heute in Gedanken an das Austragungsland der EM 2016 Grilled Cheese Sandwiches „à la francaise“ oder genauer gesagt, Grilled Cheese Sandwiches mit Camembert und provencalischer Salsa.

Ein köstliches vegetarisches Gericht, das man ganz wunderbar beim Fußballgucken essen kann, da es super schnell geht und eine gute Grundlage für das ein oder andere Bier bietet. Obwohl der Franzose an sich bestimmt lieber ein Glas kalten Weißwein dazu trinken würde…

Und für alle, denen Fußball schnurzpiepegal ist: Dieses Sandwich schmeckt an jedem lauen Sommerabend – egal ob Bälle durch Frankreich rollen oder nicht!

Grilled Cheese Sandwiches mit Camembert und provencalischer Salsa

Zutaten für 4 Personen

FÜR DIE SALSA

  • 300 g Tomaten
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 10 schwarze Oliven, entsteint
  • 2 EL frisch gepresster Limettensaft
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 3 EL Olivenöl
  • 5 Zweige glatte Petersilie
  • 3 Zweige frischer (Zitronen-)Thymian
  1. Zuerst die Tomaten vierteln, entkernen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und ebenfalls fein würfeln. Die Oliven ebenfalls in kleine Würfel schneiden.
  2. Die Gemüsewürfel mit Limettensaft, Salz, Pfeffer und Olivenöl vermengen. Zum Schluss die Petersilie und den Thymian hacken und unter die Salsa rühren.

FÜR DIE SANDWICHES

  • 8 Scheiben Bauernbrot
  • 300 g Camembert (oder anderer Käse wie zum Beispiel Cheedar, mittelalter Gouda, Ziegenkäse…)
  • Butter zum Bestreichen
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL flüssiger Honig

1.Das Brot jeweils von einer Seite mit Butter bestreichen. Den Käse in Scheiben schneiden. Jeweils zwei Brote mit Käse belegen und zu Sandwiches zusammen klappen. Allerdings mit der Butterseite nach außen.

2. Die belegten Brote nun in eine (Grill-)Pfanne oder auf den Grill legen und von beiden Seiten knusprig braten. Die Knoblauchzehe halbieren. Wenn die Brote knusprig sind, die krosse Seite mit der Knoblauchzehe einreiben. Zum Schluss salzen und pfeffern und mit dem Honig beträufeln.

3. Die Sandwiches noch warm mit der Salsa servieren.

Grilled Cheese Sandwich EM 2016

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Wärmende indische Linsensuppe für den ungemütlichen Februar

Indische Linsensuppe

Februar ist wohl der ungemütlichste Monat bei uns in Deutschland. Es ist kalt, der Wind pfeift und wenn es nicht schneit, regnet es ganz bestimmt. Der Berliner Stadtmission am Bahnhof Zoo sind letzte Woche dann auch noch die Lebensmittel ausgegangen…

Wärmende indische Linsensuppe mit Hackbällchen

Als ich gefragt wurde, ob ich Lust hätte, 30 Liter Suppe für Obdachlose zu kochen, habe ich sofort zugesagt. Initiert wurde die Aktion vom Feinschmecker Festival eat! Berlin und den Wilmersdorfer Arkarden. Eine Woche lang haben bekannte Köche aus der Stadt täglich für Bedürftige gekocht. Ich war am Mittwoch dran!

Nach dem Einkauf habe ich in der Küche der Stadtmission in Moabit alles geschnibbelt, gebraten und gerührt. Mit dem riesengroßen Topf ging es dann ab an den Zoo zur Suppenausgabe. Dort warteten schon unzählige Wohnungslose auf ihre warme Mahlzeit.

An diesem Tag erschienen die eigenen Probleme plötzlich ganz klein und ich war froh, den Männern und Frauen vor der Stadtmission am Berliner Zoo mit meiner Suppe eine Freude machen zu können.

Die Suppe hat allen ganz wunderbar geschmeckt und ich bin ganz sicher, sie schmeckt auch in kleineren Mengen. 🙂

Indische Linsensuppe

Deswegen hier mein Rezept für Euch zum Nachkochen!

Indische Linsensuppe mit Wirsing und Hackbällchen

Zutaten für 4 bis 6 Personen

  • 250 g rote Linsen
  • 1 große Zwiebel
  • 1 bis 2 Knoblauchzehen
  • 1 Daumen großes Stück Ingwer
  • 4 EL Öl
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Koriander
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • 500 ml Gemüse- oder Geflügelbrühe
  • ½ Wirsing
  • 3 bis 4 frische, grobe Bratwürste
  • Salz
  • 1 TL Zucker
  • 2 EL Essig oder Zitronensaft, frisch gepresst
  • 3 EL Sojasoße
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 200 g griechischer Joghurt
  • 1 kleines Bund Koriandergrün, frisch gehackt

Zubereitung:

1. Die Linsen mit kaltem Wasser waschen, bis das Wasser klar ist. Knoblauch und Zwiebeln schälen, fein würfeln. Den Ingwer fein reiben. 2 EL Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer darin anschwitzen.

2. Dann Zimt, Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel und Cayennepfeffer dazu geben und ca. 2 Minuten weiter rösten. Dann mit Kokosmilch und Brühe ablöschen. Die Linsen mit in den Topf geben und ca. 20 Minuten weich köcheln lassen. In der Zwischenzeit den Wirsing vom Strunk befreien und in feine Streifen schneiden. Die Wurstmasse als kleine Klösschen aus der Pelle drücken.

3. Wenn die Linsen weich sind, den Wirsing dazu geben und alles mit Salz, Zucker, Essig oder Zitronensaft, 2 EL Sojasoße und Pfeffer kräftig abschmecken.

4. Die Mettbällchen in einer Pfanne im restlichen Öl knusprig braten, mit einem EL Sojasoße würzen und ganz zum Schluss zur Suppe geben.

5. Die heiße Suppe mit einem Klecks kaltem Joghurt und frisch gehacktem Koriander servieren.

 

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Camping-Küche deluxe! Beinscheiben-Ragout und Thymian-Walnuss-Stockbrot

Wer mich kennt, weiß inzwischen: Ich verreise gern. Wer mich noch besser kennt, weiß, ich liebe Campen. Am allerliebsten natürlich wild und mit köstlichem Essen. Alles was man für die Hotelübernachtung spart, wird quasi sofort in tolle Lebensmittel investiert. Camping-Küche deluxe!

Kochen und Campen!

Wunderbar und witzig, dass ich jetzt für eine Camping-Zeitschrift die Kochseiten füllen darf. In der ersten Ausgabe der Auto Bild Reisemobil haben wir in Brandenburg (trotz des Winters) am Campingplatz Ruhlsdorf Lagerfeuer gemacht, im Dutch Oven Rinderbeinscheiben geschmort und Walnuss-Thymian-Stockbrot gebacken.

Herrjee war das romantisch und lecker. Ich kann es kaum erwarten, dass der Sommer kommt. Denn dann kann man dort auch übernachten. Ich habe mir vorsichtshalber schon Mal einen Zeltplatz reserviert! 🙂

Für alle, die lieber in richtigen Betten schlafen: Dieses Rezept kann man auch sehr gut im Backofen machen. Sowohl das Ragout, als auch das Stockbrot. In den jeweiligen Rezepten vermerke ich für Euch, was Ihr dann bei der Zubereitung beachten müsst! Viel Spaß beim Nachkochen!

Beinscheiben-Ragout mit Pinienkern-Gremolata

  • 1 Zwiebel
  • 2 große Möhren
  • 3 Stangen Staudensellerie
  • Knoblauch
  • 2 EL neutrales Öl
  • 4 Rinderbeinscheiben mit viel Fleisch und verhältnismäßig wenig Knochen
  • (à ca. 300 g)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Mehl
  • 1 Liter trockener Rotwein
  • 400 ml Rinderfond
  • 1 Zimtstange
  • 3 Zweige frischer Rosmarin
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 kleines Bund glatte Petersilie
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 50 g Pinienkerne
  1. Die Zwiebel, die Möhren, den Sellerie und den Knoblauch in kleine Würfel schneiden.
  2. Den Topf vorheizen, das Öl hinein geben und das Fleisch von beiden Seiten kräftig anbraten. Dann das Fleisch raus nehmen und die Gemüsewürfel anbraten. Nun Tomatenmark und Zucker kurz mitrösten. Dann das Mehl über das Gemüse geben, verrühren und dann mit Rotwein und Brühe ablöschen. Zimtstange und Rosmarin in den Sud geben, das Fleisch darauflegen, salzen und pfeffern und Deckel darauf. Nun 3 Stunden bei geringer Wärme am Feuer schmoren. (Im Backofen bei 150 Grad)
  3. Dann den Deckel öffnen, das Mark aus Knochen kratzen und unter die Sauce rühren. Zum Schluss alles mit der sogenannten Gremolata verfeinern. Dazu Petersilie, abgeriebene Zitronenschale und Pinienkerne fein hacken und im Topf über das Fleisch streuen.

 

Walnuss-Thymian-Stockbrot

  • 250 ml Wasser
  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 EL Honig
  • 80 g Walnüsse ohne Schale
  • 4 Zweige frischer Thymian
  • 1 TL Salz
  • 2 EL neutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl)

 

1. Das Wasser lauwarm erwärmen und mit dem Mehl, der Hefe und dem Honig mischen. Den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und in der Nähe des Feuers ca. 40 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit die Walnusskerne grob hacken und die Thymian-Blätter vorsichtig von den Stielen streifen. Wenn der Teig sein Volumen verdoppelt hat, die Walnusskerne, Honig, Salz, Öl und Thymian vorsichtig unterkneten. Den Teig nochmals abgedeckt ruhen lassen.

2. Den Teig um einen Stock (keine Nadelhölzer verwenden) wickeln und am Feuer rundherum knusprig backen. .

Im Backofen: Den Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Aus dem Teig kleine Brötchen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Zugedeckt nochmals 10 Minuten ruhen lassen. Dann eine Tasse Wasser auf den Boden des heißen Backofens schütten und die Brötchen auf mittlerer Schiene ca. 15 Minuten backen.

Und so sieht meine Camping-Küche dann gedruckt aus.:)

 

Vielen Dank an Thomas Starck für die spitzen Fotos! Ich freue mich schon auf die nächste Produktion!

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Top 5 – die besten Gerichte in Vietnam! Gerollt, gewickelt, gedippt..

Ich habe mich verliebt.

Verliebt in ein Land, das so freundlich, warm, warmherzig, modern, chaotisch, traditionell und vor allem lecker ist, dass ich jetzt schon meinen nächsten Trip dort hin plane.

Gerollt, gewickelt, gedippt. So isst man in Vietnam!

Am meisten beeindruckt hat mich natürlich das Essen. Ich wohne in Berlin. Dort kennt man vietnamesische Imbisse, ich weiß, was Bun Bo Nam Bo und Pho ist, ich kenne Sommerrollen.

Was ich nicht wusste, wie vielfältig, frisch und gesund das Essen in Vietnam wirklich ist. Und wie viel gewickelt wird!

 

Das schönste am Essen dort: Man teilt! Immer werden alle Gerichte und Zutaten in die Tischmitte gestellt und gemeinsam gegessen bzw. genascht. Es geht in Vietnam nämlich augenscheinlich nicht darum, zu schlingen und schnell satt zu werden, es geht um den Genuss!

Vietnamesen essen oft, gar ständig, aber nie so richtig viel. Und sie rollen. Alles und jede Zutat ein. In Reisblätter, Salat oder beides.

Ich bin vernarrt in diese Art zu Essen. Ich mag es zu teilen, gemeinsam aus großen Schüsseln zu nehmen und das Gericht am Tisch fertig zu stellen. (Dann hab ich immer das Gefühl, noch ein bisschen selbst zu kochen, hihi)

Doch was schmeckt am besten? Ich habe für Euch eine Liste meiner 5 gewickelten Favoriten zusammen gestellt!

Top 5 – die besten Gerichte in Vietnam!

5. Pork and Shrimp Muffins

Fisch Cake

Dieses salzige, frittierte Gebäck durfte ich auf der Food Tour in Can Tho im Mekong Delta probieren. Und ganz ehrlich, ohne den Guide wäre ich nie auf die Idee gekommen, in diesem Laden zu essen: Eine riesige Frittiertstation, in der undefinierbare Teiglinge doppelt gebacken werden, umgeben von Neonlicht hätten mich nicht zum Reingehen überzeugt. Aber…

Die Tatsache, dass die knusprigen Umami-Muffins aber mit unzähligen Blättern und einem frischen Fishsaucen-Dip serviert werden, hat das ganze zu einem besonderen Geschmackerlebnis gemacht. Und ganz ehrlich: Ich habe noch NIE etwas so knuspriges gegessen. Der doppelten Stärkeschicht sei Dank!

Fisch Cake

4. Schweineohr-Rollen

Oh, ich gebe zu: Dieses Gericht war zu erst mehr ein Versehen…

Nach zwei Wochen wussten wir zumindest, was Schweinefleisch auf Vietnamesisch heißt. Also bestellten wir ein Roll-Gericht mit Schwein. Kleiner Haken: Das Wort für Ohrkannten wir nicht. Naja, das passiert eben, wenn man da Essen will, wo nur die Einheimischen Essen, die kein Wort Englisch sprechen…. 😉 Die Ohren waren gekocht und dann in frittierten, gemahlenen Schweineschwarten gewendet. Es war tatsächlich überraschend lecker und wir fühlten uns sehr stolz und mutig, den ganzen Teller aufgegessen zu haben! Allein deswegen ist mir das Gericht sehr positiv in Erinnerung geblieben.

3. Heringssalat mit Erdnüssen und Chili – Gỏi cá mai

Heringssalat kannte ich. Mit extra viel Mayo, Kartoffeln und sauren Gurken. Nicht gerade ein Gericht, dass ich mir bei 30 Grad im Schatten bestellen würde. Diesen Heringssalat hingegen schon!

Kennen lernen durfte ich ihn auf der Insel Phu Quoc. Und er schmeckt so unfassbar köstlich und frisch. Bestellt hätte ich mir dieses Gericht von allein nie. Zu präsent ist war die Vorstellung von supersaurem Hering mit extra viel Zwiebeln aus Deutschland. Aber da mich grundsätzlich nicht nur meine Bestellung sondern auch von alle anderen Gästen im Lokal brennend interessiert, konnte ich mir abgucken, was offensichtlich alle anderen hier ordern.

An den Tisch gekommen sind roh marnierte Heringe mit Limette und Fischsauce, bestreut mit extra, extra viel Erdnüssen, Kokosraspeln und selbst gemachten Röst-Schalotten. Dazu gab es wieder jede Menge knusprige Reisblätter, Salat und eine Orangen-Ernuss-Dippingsauce. Oh man, war das gut. So gut, dass wir am letzten Tag auf Phu Quoc nochmals in den gleichen Laden gegangen sind und vor lauter Esserei fast unseren Flieger verpasst hätten…

Das Reispapier in Vietnam war in den meisten Fällen viel dünner als das, das man hier kaufen kann. Man kann es ohne einweichen benutzen und es ist ein wenig knusprig im Gegensatz zur Latex ähnlichen Konsistenz von dem Papier das ich bislang kannte.

 2. Elefantenohr-Fisch

Auf unserer Mekong-Tour in Ben Tre, die wir über das liebevoll familiäre Hotel Oasis gebucht hatten, wurden wir mittags mit diesem unglaublich aussehenden Essen überrascht:

Boah! Es war ein Elefantenohr-Fisch im ganzen frittiert. Könnt Ihr Euch vorstellen, wie knusprig und abgefahren das geschmeckt hat? Gewickelt wird das zarte Fleisch in hauchdünnes Reispapier zusammen mit Gurke, Salat und süßer Ananas. Die Kombination aus Fisch und Obst ist eine Verbindung, die man in Vietnam sehr oft serviert bekommt.

 

Selbst komplett kahl gezupft sieht dieser Fisch noch mega spektakulär aus, oder?!

1. Bò Lá Lốt

Mein absoluter Favorit in Vietnam Bò Lá Lốt! Ein Gericht bei dem Rindfleisch – das „Bò“ – in Betelblätter gewickelt und gegrillt wird, um dann wiederum in Reisblätter verpackt zu werden.

 

s eine Gericht. Zu den Röllchen werden stets scharfe Fischsauce, Sternfrucht, Salat, hauchfeine Reisnudeln und Reisblätter serviert. Die Rindfleisch-Röllchen werden nach dem BBQ mit einer Art von Mayonnaise und Erdnüssen bestreut. Alles zusammen eingerollt schmeckt so herzhaft, rauchig, frisch und würzig, dass es sich schon für dieses Gericht lohnen würde, wieder nach HO Chi Minh zu fliegen! Ehrlich!

 

Der Familienpapa grillt die Rindfleisch-Röllchen übrigens direkt auf der Straße. Zu- und Abluft geschieht mit Hilfe von alten PC-Lüftern. Kreativ muss man eben sein!

Außer Konkurrenz…

 Sommerrollen (Fresh Spring Rolls) und Frühlingsrollen

In Vietnam gibt es neben lauter verrückten Rollen auch zwei Sorten, die es bei uns auch gibt. Zum einen die frischen Sommerrollen und verrückter Weise schmecken sie in Vietnam ähnlich fad wie bei uns… Egal, in die richtige Fischsaucen Mixtur getunkt, finde ich sie natürlich trotzdem spitze. Bei dem Ausblick ohnehin…

Würziger sind die frittierten Frühlingsrollen, deren Teig viel dünner ist als bei uns. Gefüllt sind sie meist mit Schweinehack und Garnelen, was das ganze besonders spannend macht.


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Herbst-Freuden: Koriander-Hähnchen mit Butternut-Kürbis aus dem Ofen

Ich habe das ultimative Herbsgericht gefunden! Jetzt muss ich es unbedingt an Euch weiter geben.

Knuspriges Koriander-Hähnchen mit Kürbis und Schalotten auf einem Blech gebacken. Könnt Ihr Euch vorstellen, wie lecker es ist, wenn der süßlich-cremige Kürbis zusammen mit dem würzigen Fleisch röstet?

Das Gericht habe ich meinem Freund zu verdanken, der mich gerne dazu „zwingt“, neue Kombinationen auszuprobieren. Beim Einkaufen hieß es:“Ich möchte Fleisch mit Gemüse, aber auf keinen Fall so wie sonst!“. Ok, ok…

Also fielen unsere Klassiker wie Sellerie-Pürree mit Rumpsteak, gebratener Blumenkohl mit Sesam oder Rote Beete Salat mit Lammkebabs schon mal weg. Manchmal macht er mich ganz wahnsinnig mit diesen neuen Wünschen, denn schließlich möchte ich beim gemeinsamen Abendessen weder ihn noch meine Kreativität enttäuschen. Fakt ist: Gerade an diesen „Was sollen wir  bloß Essen“-Tagen entstehen wunderbare neue Alltags-Gerichte, die dann auch ruhig wieder zu Klassikern werden dürfen…

Da ich Lust auf knusprige Hähnchenhaut hatte und gebackenen Kürbis liebe, entschied ich mich, beides zusammen im Backofen zu rösten. Der Koriandersamen sollte dabei nicht nur einen tollen Geschmack, sondern auch noch eine tolle knusprige Konsistenz geben – ein wunderbarer Kontrast zum cremigen Kürbis.

Hach, jetzt habe ich aber genug geschwärmt und hoffe, Euch richtig Appetit gemacht zu haben. Meine Empfehlung: Dringend nachmachen! Vielleicht habt auch Ihr dann einen neuen Alltags-Klassiker….

Zutaten für vier Personen, Zubereitungszeit inkl. Backzeit ca. 50 Minuten

  • 3 EL Koriandersamen
  • 2 bis 3 Knoblauchzehen
  • 1/2 TL Salz (am besten grobes Meersalz), plus etwas mehr
  • 4 EL Olivenöl
  • 4 Hähnchenschenkel (am besten bio)
  • 120 ml Wasser
  • 1 mittelgroßer Butternut-Kürbis
  • 5 Schalotten
  • 200 g cremiger Joghurt
  • einige Blätter Koriandergrün

1. Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Koriandersamen in einen Mörser geben und grob zerstößeln. Die Knoblauchzehen schälen. Anschließend einen halben Teelöffel Salz sowie die geschälten Zehen zum Koriander geben und mit dem Knoblauch mittelfein zerstoßen. Drei Esslöffel Olivenöl dazu geben und mit den Gewürzen vermischen.

2. Die Hähnchenschenkel putzen (überschüssiges Fett und Blut entfernen) und mit zwei Dritteln der Gewürzpaste einreiben. Das Fleisch mit der Hautseite nach oben auf ein Blech legen, ca 200 ml Wasser mit auf das Blech geben und die Schenkel erst einmal 20 Minuten lang rösten. Nach 10 vergangenen Minuten das Fleisch einmal mit dem Wasser vom Blech begießen.

3. Während das Fleisch röstet, den Kürbis schälen, entkernen und in grobe Würfel schneiden. Die Schalotten schälen und vierteln. Den Kürbis mit den Schalotten, der restlichen Gewürzpaste sowie einem weiteren Esslöffel Olivenöl und etwas Salz vermengen und das Gemüse nach den beschriebenen 20 Minuten um die Hähnchenschenkel herum auf dem Blech verteilen.

4. Nach weiteren zehn Minuten den Kürbis einmal wenden und die Schenkel mit ein wenig Salz bestreuen. Das bewirkt, dass die Haut schön knusprig wird. Dann die Oberhitze des Backofens einschalten und ca. fünf bis zehn Minuten lang rösten. Dabei ständig aufpassen, dass die Hähnchenschenkel nicht verbrennen. Nach insgesamt 35 bis 40 Minuten müsste der Kürbis schön weich und das Hähnchen knusprig braun sein. Ansonsten die Oberhitze nochmals ausschalten und alles nochmals fünf Minuten weiter garen.

5. Zum Anrichten das Hähnchen mit etwas Joghurt und frischem Koriander bestreut servieren.

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Pasta machen in der Toskana – die wohl schönste Familiensache der Welt.

Die Mama, die Oma, die Schwester, der kleine Sohn sowie Papa und Küchenchef Andrea: Alle zusammen stehen in der großen Küche mit dem lodernden Holzofen, kneten Pasta, rühren Ragout, pflücken Gemüse im Restaurant-Garten. Und das jeden Tag. Schöner kann ich mir ein Familienleben kaum vorstellen und auch die Familie Franci sieht ziemlich glücklich dabei aus.

Heute darf ich für einen Tag Teil der putzigen Patchwork-Sippe sein und Pasta machen. Genau genommen Trüffelpasta. Ich liiiiieeeebe Trüffel!

Aber von vorne. Am allerersten Abend in der Toskana wurde uns von unserem Gastgebern im Agritourismo die Trattoria Vallerana empfohlen. Dort aßen wir dann regionales Rind, jede Menge heimische Wurstspezialitäten und wunderbare, gefüllte Nudeln. Wie ich eben so bin, fragte ich dort beim Dessert den Kellner, ob man in der Küche wohl einmal beim Pastamachen zusehen könne… Beim Bezahlen wurden wir prompt für den nächsten Morgen um 10 Uhr in die Küche bestellt. Ob es ok sei, Ravioli mit Trüffel zu machen, das stünde ohnehin auf dem Tagesplan“ JAAAACKPOT!

Ein bisschen aufgeregt „Welches praktische Urlaubsoutfit wähle ich?, wie verständigen wir uns?, dürfen wir auch helfen oder nur zuschauen?“ stehen Tammo und ich pünktlich in der Küche. Dort liegen bereits schneeweiße Kochjacken und Schürzen für meinen Freund und mich bereit. Kurz wird die gesamte Familie vorgestellt (Mama, Oma, Schwester, Tante Sohn,…) und die Eier zum Tisch gebracht. Los gehts!

Während Küchenchef Andrea Franci 28 Eier, 2 Kilo Pastamehl und 1 Kilo Hartweizengries zusammenschüttet, erzählt er, dass er in Südtirol kochen, English und ein bisschen Deutsch gelernt hat.“ Dabei zeigt der Familienvater stolz den knallgelben Teig und erklärt, dass man ohne Pastamaschine noch ein paar Eier mehr nehmen müsse, etwa 10 Eier pro Kilo Mehl. So jedenfalls hätte es ihm seine Großmutter beigebracht.

Während die Nudelmasse in der großen Maschine knetet, kommt Andreas Mutter mit dem Ricotta und Probierlöffeln zum Arbeitstisch. Sie zeigt mir den Mangold, den Parmesan und die Trüffelcreme, die die Füllung so geschmackvoll machen. Dann darf ich alles kosten und würde am lieben die komplette Schüssel weg löffeln, aber dazu komme ich nicht. Denn nun müssen die Raviolis ausgerollt und gefüllt werden.

Dazu nehmen wir allerdings den Teig von gestern. “ Denn der neue muss ruhen“, erklärt Andrea. Eine kleine Portion für die Kids eine große für mich. Ich weiß nicht, ob Andrea nur feundlich sein will oder ich mich doch gar nicht so ungeschickt angestelle, auf jeden Fall darf ich nach einer kurzen Einführung plötzlich die gesammte Produktion übernehmen. Ausrollen, füllen, zukleben, ausstechen. WOW, macht das Spaß!

Während ich arbeite, läuft der Chef immer wieder zum Kühlhaus, präsentiert uns aufgeregt den marmorierten und monströsen Rinderrücken, der heute morgen frisch geliefert wurde, dann das passende Bild von dem Maremma-Rind auf seinem Handy, die Slow-Food-Wurst mit wildem Fenchel und die frischen Lamminnereien. „Die Gäste bekommen das Fleisch, wir behalten das Innere und Beste für die Familie.“ Aha, so geht Perso-Essen in der Maremma! Apropos… Ob wir nicht zum Mittagessen bleiben möchten. Es gäbe nichts Aufregendes… nur ein paar Spaghetti aglio olio, Lamm-Herz-Ragout, Trüffel-Crostini und Zucchini aus dem Garten…

Schon sitzen alle zusammen am großen Tisch im Wintergarten und ich weiß jetzt schon, dass dieses Erlebnis mein großes Urlaubshighlight sein wird!

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Pimp Your Food | Indische Hähnchenspieße mit Mango-Dip | Jetzt auf Youtube

Alle machen Youtube. Ich jetzt auch.

Durch einen netten Zufall habe ich kürzlich ein paar neue Freunde gefunden. Alle samt Youtuber. Das Wort, das bis dahin in meinem Spachgebrauch gar nicht existierte, ist jetzt ständig präsent. Denn Youtuben ist wohl das, was die „jungen Leute“ jetzt machen. Fernsehen ist out. Zumindest sagen die Youtuber das.

Natürlich wurde ich als Köchin gefragt, warum ich eigentlich gar keinen Youtube-Channel habe. Stimmt, warum eigentlich nicht?!

Pimp Your Food!

Noch in der gleichen Woche habe ich zusammen mit meinem Kameramann Felix Parker angefangen, in meiner Küche die ersten Videos zu drehen. Mein Motto: Pimp Your Food! Auch in meinem Kochbuch „Die fabelhaften Rezepte der Felicitas Then“ geht es darum, normale Gerichte zu pimpen, aufregender zu machen. Nun gibt es jede Woche einen neuen Pimp Your Food Clip mit einfachen aber aufregenden Rezepten. Zum Beispiel die knusprigsten Chicken Nuggets der Welt mit Guacamole, vegane Kräuter-Sommerrollen, Indische Hähnchenspieße vom Grill mit Mangodip, frittiertes Eigelb,…

Schaut doch einfach mal rein. Ich freue mich riesig, wenn Ihr meinen Channel abonniert, dann bleibt Ihr auch immer auf dem Laufenden. Und übrigens: Ihr könnt mir gerne in die Youtube-Kommentare posten, was Ihr Euch für Rezepte von mir wünschen würdet. Es wäre mir eine Ehre, Eure Ideen in den nächsten Videos umzusetzen.

Hier für Euch der Link zu meinem Pimp Your Food Channel. www.youtube.com/felicitasthen

Im letzten Video habe ich auf meinem Balkon gegrillt. Unter dem Foto findet Ihr das ausführliche Rezept für die wunderbaren Spieße aus dem Video.

 

Indische Hähnchenspieße vom Grill mit Mangodip:

Zutaten für 2 bis 3 Personen

  • 10 Schaschlik-Spieße
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • ½ TL Zimt
  • 1TL Koriander, gemahlen
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Salz
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Daumen großes Stück Ingwer
  • 3 EL Pflanzenöl, z. B. Sonnenblumenöl
  • 1 TL Honig
  • 2 Hähnchenbrustfilets
  • 3 Stiele Koriander, gehackt

Die Schaschlik-Spieße in Wasser einweichen. Die trockenen Gewürze mit dem Salz mischen. Die Knoblauchzehe und den Ingwer schälen und reiben. Alles zusammen mit dem Pflanzenöl und Honig mischen.
Die Hähnchenbrustfilets in fingerdicke Streifen schneiden, in der Gewürzmischung wenden und mind. 15 Minuten marinieren lassen.

Das Fleisch dann wellenförmig auf die Spieße stecken. Die Hähnchenspieße auf dem heißen Rost knusprig braun grillen. Alternativ kann man die Spieße auch in der Pfanne braten. Man muss dann kein zusätzliches Öl mehr verwenden.

Für den Dip:

  • ½ Mango
  • 300 g Joghurt 3,5 %
  • 1 TL Honig
  • ½ Knoblauchzehe
  • 1 Prise Salz

Die Mango schälen und in grobe Würfel schneiden. Anschließend zusammen mit den anderen Zutaten Pürieren.

Spicy Beef Pasta fürs zweite Date

Spicy Beef Pasta

Da fragt mich die Welt, ob ich für sie ein Date-Gericht kochen könnte. Keins fürs erste aber sehr wohl fürs zweite, dritte oder vierte Date. Dann wenn’s ernst werden soll.

Was kocht man also… Pasta ist gut, mag jeder, macht glücklich! Normale Nudeln sind allerdings ein bisschen langweilig. Asiatische gehen. Ein bisschen scharf soll es sein, jedes Kind weiß ja, dass Chili anregend ist. Schnibbelarbeit beim Kochen ist gut. Wenn man sich noch nicht viel zu erzählen hat, kann man mit dem Date über Schneidtechniken philosophieren und dabei schon mal die erste Flasche Wein leeren. Fürs locker werden.

Das Gericht darf keinesfalls zu kompliziert sein, muss aber trotzdem was her machen. Ich empfehle, das Gericht einmal Probe zu kochen. Beim Date darf man dann trotzdem sagen, dass es das erste Mal ist. Ein bisschen Flunkern finde ich hier völlig ok. Wenn das Date kein Vegetarier ist, kann ruhig Fleisch dabei sein. Man soll ja nicht geizig wirken.

Nach all den Überlegungen habe ich mich für ein asiatisches Nudelgericht mit Bio-Rinderhack entschieden. Das Essen ist schnell gemacht und erfüllt alle oben genannten Ansprüche, die ich an so ein Date-Gericht habe. Und wenn das Ei am Ende wachsweich über die Nudeln läuft, habt Ihr Euer Gegenüber längst um den Finder gewickelt. Versprochen!

An alle Männer: Wenn Ihr für ein Mädchen kocht, solltet Ihr unbedingt noch Schokoküchlein mit Karamellsauce und Tonkabohnencreme servieren.

Spicy Beef Pasta

Spoicy Beef Pasta mit wachsweichem Ei

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 kleine rote Zwiebeln oder eine große
  • 1 bis 2 Knoblauchzehen
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 80 g Erdnüsse, geröstet und gesalzen
  • 1 Salatherz
  • 1 kleines Bund Minze
  • 1 kleines Bund Koriandergrün
  • 1 EL Öl, z.B. Sesamöl
  • 300 g Rinderhack (z. B. bio)
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 gehäufter TL Zucker
  • 200 ml Rinderfond
  • 1 bis 2 TL Sambal Olek
  • 2 Bio-Eier
  • 200 g Asiatische Eiernudeln
  • 1/2 Limette

Zubereitung:

Die Zwiebeln schälen, halbieren und in Ringe schneiden. Knoblauch und Ingwer ebenfalls schälen und fein würfeln. Die Erdnüsse grob hacken. Den harten Strunk des Salats heraus schneiden, die Blätter dann in feine Streifen schneiden. Minze und Koriander hacken und vermischen.

Eine große Pfanne aufstellen und auf höchste Stufe erhitzen. 1 EL Öl in die Pfanne geben und das Hackfleisch darin 4 Minuten lang krümelig braten. Anschließend Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer dazu geben und 2 Minuten lang weiter braten. Nun das Hack mit Sojasauce, Zucker und Sambal Olek würzen, mit Rinderfond aufgießen, aufkochen und warm stellen.

Nun die Eier je nach Größe 5 bis 6 Minuten lang wachsweich kochen, danach abschrecken und vorsichtig pellen.

In der Zwischenzeit die Nudeln nach Packungsanweisung „al dente“ kochen.

Kurz vor dem Servieren den Saft einer halben Limette sowie die Hälfte der Kräuter unter die Hacksauce mischen.

Je eine Handvoll Salat sowie eine Portion der abgetropften Nudeln in tiefe Teller geben, Hackfleisch und Sud darüber gießen, mit restlichen Kräutern und Erdnüssen bestreuen und je ein halbes gesalzenes Ei auflegen.

 

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Skrei-Burger mit Chorizomarmelade

Kennt Ihr Skrei? Das kaum ausprechbare Wort steht für den ausgewachsenen Winterkabeljau. Dieser Speisefisch ist momentan nicht nur superangesagt sondern auch äußerst lecker. Doch das Angebot ist begrenzt. Er wird nur zwischen Januar und April auf norwegischen Meeren gefangen. Nämlich dann, wenn die Skreis einmal im Jahr aus der eisigen Barentssee zu ihren Laichplätzen bei den Lofoten (Inselgruppe) zurück kehren.

Die Kälte macht das Fleisch des speziellen Kabeljaus besonders fest und muskelreich. Ich bin froh, dass ich nicht auf den kalten Gewässern Norwegens rumfahren muss, um dem Fisch zu fangen. Umso dankbarer bin ich, dass es tapfere und offenbar kälteresistente Seemänner gibt, die es tun.

Ich empfehle Euch, nicht mehr allzu lange zu warten, bis Ihr den Skrei einmal zu Euch in die Küche holt. Ich habe auch schon eine Idee, wie Ihr den Edelfisch zubereiten könnt!

Auf der Grünen Woche habe ich einen  Skrei-Burger mit Chorizomarmelade und Apfel-Kressesalat zubereitet. Ich verspreche, die aufregende Kombination aus scharfer Wurst und festem Fisch passt ganz fabelhaft zusammen. „Surf and Turf “ hat sich ja ohnehin schon längst bewährt. 🙂

Grüne Woche

Skrei-Burger mit Chorizomarmelade

Zutaten für 4 Burger

  • 200 g Chorizo am Stück
  • 3 Schalotten
  • 4 Fleischtomaten, gehäutet
  • mildes Olivenöl
  • 150 ml Tomatensaft
  • 2 – 3 EL Honig
  • 1 kleines Bund Thymian, gezupft
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 Prise Kreuzkümmel
  • 1 kleiner grüner Apfel
  • 1/2 Salatgurke
  • 1 Paket Kresse
  • 150 g Schafs-/ oder Fetakäse
  • 1 Zitrone
  • ca. 400 g Skrei-Filet
  • 2 EL Mehl
  • 4 Toasties
  • 1 El Butter
  • 3 EL Butterschmalz

Die Chorizo und die Schalotten in feine Würfel schneiden. Die Tomaten entkernen und würfeln. 1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Chorizo darin glasig andünsten. Anschließend die Schalotten dazugeben und alles 5 Minuten lang dünsten. Dann die Tomatenwürfel dazugeben und alles mit Tomatensaft aufgießen. Nun die Masse mit Honig, Thymian, Cayennepfeffer, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen und min. 20 Minuten schmoren lassen. Wer will, kann die Marmelade anschließend pürieren.

Chorizomarmelade

Den Apfel entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Gurke ebenfalls mit einem Löffel entkernen und fein würfeln. Die Kresse abschneiden und mit den Äpfeln und der Gurke mischen. Den Käse mit den Fingern zerbröckeln und zum Apfelgemisch geben. Den Minisalat mit einem großen Spritzer Zitronensaft und einem Esslöffel Olivenöl anmachen.

Apfel-Gurken-Salat

Nun das Skrei-Filet in vier gleich große (etwa Burger große) Stücke schneiden. Salzen, pfeffern und einmal in Mehl wenden.

Die Toasties  auf der Innenseite mit Butter bestreichen und in einer großen Pfanne knusprig anbraten.

In der Zwischenzeit das Butterschmalz in der Pfanne erhitzen und die Fischstücke je nach Dicke darin von jeder Seite 3 bis 4 Minuten anbraten. Sie sollten innen noch glasig sein. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und etwas Zitronensaft aufträufeln.

Skrei - Winterkabeljau

Jetzt geht es ans Belegen. Dazu zu erst die Unterseite der Brötchen mit der Chorizomarmelade besteichen. Dann jeweils ein Stück Fisch und 1 bis 2 EL Apfelsalat daraufgeben. Mit einem Deckel belegen und genießen!

Skrei-Burger mit Chorizomarmelade

Und hier gibt es das ganze auch nochmals als Video – live von der Grünen Woche.