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Endlich genug Waldpilze!

Marone

Ich war in diesem Herbst oft in den Pilzen. So wie jedes Jahr. Doch in diesem Oktober bin ich mir nicht sicher, ob ich diese Redewendung überhaupt benutzen darf, so rar war meine Ausbeute bisher. Ich frage mich, ob es tatsächlich nur sehr wenige Pilze gab oder ob sie sich einfach nur gut genug vor mir versteckt haben…

Marone im Versteck

Einsame-Marone

Aber heute habe ich das erste Mal genug Pilze gefunden, um sie Euch zu zeigen. Leider sind die gefundenen auch keine wirklichen Prachtexemplare. Die meisten meiner Maronen sind von den vielen, vielen Schnecken in diesem Jahr ziemlich zerfressen. Aber hey, ich bin trotzdem stolz auf meine Röhrlinge.

Jede-Menge-Maronen

Apropos Röhrlinge. Wenn ich in den Wald gehe, nehme ich nur Pilze mit Schwämmen mit nach Hause. An Lamellen-Pilze traue ich mich noch nicht heran. Da kenne ich mich nicht genug aus. Röhrlinge hingegen sind weitestgehend ungefährlich.

Perfekter-Schwamm

Doch ungefährlich heißt nicht gleich genießbar…

Diesmal war zwischen all den wohlschmeckenden Waldpilzen auch zum ersten mal ein Gallenröhrling. Wie im Pilzbuch beschrieben, habe ich zur einwandfreien Identifizierung am Stiel geleckt und ich sage Euch, das wollt ihr nicht schmecken. Unfassbar bitter! Nur ein einziger Pilz dieser Art würde die gesamte Pfanne ruinieren, das ist sicher. Also musste ich ihn leider entsorgen.

Der Rest war allerdings sehr schmackhaft.

Ich habe meine Pilze mit niedergegartem Lamm, Blumenkohlpüree, gebratenen Birnenwürfeln, frittiertem Knoblauch und Dill serviert. Das Ganze habe ich dann ausnahmsweise mal ganz schick angerichtet. Als sortiertes Durcheinander quasi.

Gleiches Gericht macht aber viel mehr her. Einfach mal ausprobieren 🙂 (Satt wird man von dieser Portionsgröße allerdings nicht. Da muss man nachnehmen…)

 

Lamm - Waldpilze, Blumenkohlpüree, Birne, Dill

Lamm – Waldpilze, Blumenkohlpüree, Birne, Dill

 

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Gebratene Maronen mit krossem Landschinken auf Rucola

Maronen mit Landschinken

Eigentlich traue ich mich ja schon gar nicht mehr, dieses eine Produkt hier nochmal zu erwähnen. Aber mir ist aufgefallen, dass ich noch gar nicht gezeigt habe, was ich aus den vielen äh… Pilzen gekocht habe.steinpilze
Hier ist schon mal das Rezept vom ersten Sammelabend:

Gebratene Maronen mit krossem Landschinken auf Rucola

 

Für zwei Personen:

  • 3 große Handvoll Maronen
  • 2 Handvoll Rucola
  • 1 Kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehen
  • 80 g Landschinken/Räucherschinken
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 EL Butter
  • 1 Zitrone
  • cremiger/guter Balsamico oder ein simples Balsamico-Dressing
  • 80 g (Ziegen-)Frischkäse
  • Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer

Für das Knoblauchbrot:

  • 2 Scheiben Vollkornbrot
  • 1-2 Zehe Knoblauch
  • Butter
  • Salz, Pfeffer

Maronen mit einem Tuch und einem kleinen Messer säubern (nicht waschen) und in grobe Stücke schneiden. Die Zwiebel und die Knoblauchzehe würfeln, den Rucola waschen. Den Schinken in grobe Streifen schneiden.
In einer Pfanne einen Esslöffel Olivenöl erhitzen und den Schinken darin knusprig braten, anschließend beiseite stellen.
Dann in einer großen Pfanne das restliche Olivenöl sehr heiß werden lassen. Die Maronen hineingeben und etwa sieben Minuten lang bei starker Hitze braten. In der Zwischenzeit den Schnittlauch in Ringe schneiden. Dann die Zwiebeln, den Knoblauch und die Butter dazugeben und nochmal zwei bis drei Minuten lang braten. Die Pilze mit Salz, Pfeffer und einem großzügigen Spritzer Zitronensaft würzen und zum Schluss den Schnittlauch dazugeben.
Zum Anrichten den Rucola auf einen Teller geben, die Pilze darauf geben und den Schinken sowie den Frischkäse darüber verteilen. Zum Schluss noch etwas Balsamico darüber träufeln.

Für das Brot den Ofen auf 200 Grad Ober/-Unterhitze vorheizen. Den Knoblauch würfeln, mit Salz bestreuen und mit einer Messerklinge zerdrücken. Brote großzügig mit Butter bestreichen und den zerriebenen Knoblauch darauf verteilen, salzen und pfeffern. Die Knoblauchbrote auf ein Blech geben und 7 bis 10 Minuten im Ofen rösten.

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Wald oder Supermarkt?

pfifferlinge mit lachs

Darf man sagen, „Ich war in den Pilzen“, auch wenn man keinen Einzigen gefunden hat? Nach zwei Stunden im Wald musste ich die Pfifferlinge für meinen Salat jedenfalls im Supermarkt kaufen…

Pflücksalat mit Pfifferlingen, Lachs und Vollkorn-Croutons

Für 2 bis 3 Personen

  • 1 Paket Pflücksalat
  • 1 Scheibe Vollkorn-Sandwichtoast
  • 3 EL Butter
  • 200 g Pfifferlinge
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 200 g Kirschtomaten
  • 100 g Stremellachs
  • 80 g Ziegenfrischkäse
  • 1/3 Salatgurke
  • Dressing:
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Balsamico-Essig
  • 10 Halme Schnittlauch
  • 1 TL Honig
  • Salz, frischer Pfeffer

Für die Croutons den Toast mit einem scharfen Messer quer halbieren, dann entrinden und in Dreiecke schneiden. Ein bis zwei Esslöffel Butter in einer Pfanne schmelzen lassen, eine Knoblauchzehe andrücken und in das Fett geben. Dann die Brotscheiben darin von beiden Selten rösten, salzen und pfeffern, anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Für das Dressing den Schnittlauch in feine Ringe schneiden und alle Zutaten mit einem Schneebesen verrühren, beiseite stellen.
Nun die Gurke schälen, entkernen und in gleichmäßige kleine Würfel schneiden.
Dann die Pfifferlinge mit Küchenpapier putzen und die Erde entfernen (die Pilze auf keinen Fall waschen). Dann die Zwiebel und die zweite Knoblauchzehe fein Würfeln. Einen Esslöffel Olivenöl und einen Esslöffel Butter in einer Pfanne heiß werden lassen und Pfifferlinge eine Minute darin schwenken, anschließend die Zwiebeln und den Knoblauch dazugeben und weitere drei Minuten schwenken. In der Zwischenzeit die Kirschtomaten halbieren und ganz am Ende mit zu den Pilzen geben. Das Ganze gut salzen und pfeffern.
Zum Anrichten den Salat auf einen Teller geben, die Pfifferlinge, die Tomaten, die Gurkenwürfel und den zerteilten Lachs darüber verteilen, den Frischkäse darüber bröckeln und alles mit Dressing beträufeln. Zum Schluss die Croutons darauf drapieren.