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Wärmende indische Linsensuppe für den ungemütlichen Februar

Indische Linsensuppe

Februar ist wohl der ungemütlichste Monat bei uns in Deutschland. Es ist kalt, der Wind pfeift und wenn es nicht schneit, regnet es ganz bestimmt. Der Berliner Stadtmission am Bahnhof Zoo sind letzte Woche dann auch noch die Lebensmittel ausgegangen…

Wärmende indische Linsensuppe mit Hackbällchen

Als ich gefragt wurde, ob ich Lust hätte, 30 Liter Suppe für Obdachlose zu kochen, habe ich sofort zugesagt. Initiert wurde die Aktion vom Feinschmecker Festival eat! Berlin und den Wilmersdorfer Arkarden. Eine Woche lang haben bekannte Köche aus der Stadt täglich für Bedürftige gekocht. Ich war am Mittwoch dran!

Nach dem Einkauf habe ich in der Küche der Stadtmission in Moabit alles geschnibbelt, gebraten und gerührt. Mit dem riesengroßen Topf ging es dann ab an den Zoo zur Suppenausgabe. Dort warteten schon unzählige Wohnungslose auf ihre warme Mahlzeit.

An diesem Tag erschienen die eigenen Probleme plötzlich ganz klein und ich war froh, den Männern und Frauen vor der Stadtmission am Berliner Zoo mit meiner Suppe eine Freude machen zu können.

Die Suppe hat allen ganz wunderbar geschmeckt und ich bin ganz sicher, sie schmeckt auch in kleineren Mengen. 🙂

Indische Linsensuppe

Deswegen hier mein Rezept für Euch zum Nachkochen!

Indische Linsensuppe mit Wirsing und Hackbällchen

Zutaten für 4 bis 6 Personen

  • 250 g rote Linsen
  • 1 große Zwiebel
  • 1 bis 2 Knoblauchzehen
  • 1 Daumen großes Stück Ingwer
  • 4 EL Öl
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Koriander
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • 500 ml Gemüse- oder Geflügelbrühe
  • ½ Wirsing
  • 3 bis 4 frische, grobe Bratwürste
  • Salz
  • 1 TL Zucker
  • 2 EL Essig oder Zitronensaft, frisch gepresst
  • 3 EL Sojasoße
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 200 g griechischer Joghurt
  • 1 kleines Bund Koriandergrün, frisch gehackt

Zubereitung:

1. Die Linsen mit kaltem Wasser waschen, bis das Wasser klar ist. Knoblauch und Zwiebeln schälen, fein würfeln. Den Ingwer fein reiben. 2 EL Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer darin anschwitzen.

2. Dann Zimt, Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel und Cayennepfeffer dazu geben und ca. 2 Minuten weiter rösten. Dann mit Kokosmilch und Brühe ablöschen. Die Linsen mit in den Topf geben und ca. 20 Minuten weich köcheln lassen. In der Zwischenzeit den Wirsing vom Strunk befreien und in feine Streifen schneiden. Die Wurstmasse als kleine Klösschen aus der Pelle drücken.

3. Wenn die Linsen weich sind, den Wirsing dazu geben und alles mit Salz, Zucker, Essig oder Zitronensaft, 2 EL Sojasoße und Pfeffer kräftig abschmecken.

4. Die Mettbällchen in einer Pfanne im restlichen Öl knusprig braten, mit einem EL Sojasoße würzen und ganz zum Schluss zur Suppe geben.

5. Die heiße Suppe mit einem Klecks kaltem Joghurt und frisch gehacktem Koriander servieren.

 

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Olivenöl, Sterneköche und andere Freuden – Rezept für Parikasuppe mit grüner Mojo

Olivenöl mit Stefan Hartmann

Hinter mir liegt ein schönes und aufregendes Wochenende bei der Good Life Embassy in Berlin.

Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Ich habe einen spanischen Zwei-Sterne-Koch kennen gelernt, mit Enie van de Maiklokjes auf der Bühne gestanden, mit Patrice Beeren-Törtchen gegessen und mit dem Berliner Spitzenkoch Stefan Hartmann zusammen in der Showküche gekocht.

Letzteres war mein persönliches Highlight!

The Good Life Embassy

 

Es hat so viel Freude bereitet, den Zuschauern als Botschafterin für spanisches Olivenöl meine Rezepte zu erklären. Und wann hat man schon mal das Glück, von einem Sternekoch die Buletten gerollt zu bekommen? Und dann noch von so einem sympathischen wie Stefan Hartmann…

Das Thema war „Fast Tapas“. Ich habe dabei spanische Klassiker in gewohnter Feli-Manier gepimpt. So gab es bei mir eine Paprika-Gazpacho mit Mojo Verde und Bananenchips, Albondigas mit Röstbrot und gebratene Riesengarnelen mit ’ner Menge Limettensaft und Koriander.

Mein Lieblingsrezept von den dreien habe ich hier für Euch aufgeschrieben. Es ist die Paprika-Gazpacho. Auch wenn es auf den ersten Blick etwas komisch klingt, eine Paprikasuppe kalt zu essen. Probiert es einfach mal aus. Ich habe früher schon gerne kalte Bolognese oder Pizza aus dem Kühlschrank gegessen. Daher weiß ich, wie sich die Aromen von gekochten Speisen auf eine spannende Art intensiveren, wenn sie kalt sind, hihi…

Paprika Gazpacho

Zutaten für 6 bis 8 kleine Portionen

Für die Suppe:

  • 3 große gelbe Paprikaschoten
  • Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Currypulver
  • 1/3 TL Kurkuma
  • 1 Daumengroßes Stück Ingwer
  • 1 gehäufter TL Weizenmehl
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml flüssige Sahne
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Orange
  • 1 TL Zucker
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • 50 g Bananenchips

Die Paprikaschoten halbieren, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebeln und den Knoblauch darin glasig anschwitzen. Die gelben Paprikastücke dazugeben und kurz mit anschwitzen. Das Currypulver, den Kurkuma, das Mehl und den klein geschnittenen Ingwer hinzufügen und ebenfalls kurz mit anschwitzen, dann mit der Brühe ablöschen. Die Sahne angießen. Die Suppe mit Salz, Pfeffer, Zucker, 2 TL Zitronensaft, etwas Zitronenabrieb, den Saft der Orange und Cayennepfeffer abschmecken und ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Paprikastücke weich sind.

Dann die Suppe mit dem Stabmixer fein pürieren und durch ein feines Haarsieb passieren. (Dabei kräftig drücken, damit die gesamte Flüssigkeit abtropfen kann.)

Die Suppe abschließend aufkochen und unbedingt nochmals mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Zitronensaft abschmecken.

Die Suppe abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen. Die Bananenchips mit dem Universalzerkleinerer oder mit einem großen Messer in möglichst kleine Stücke schneiden.

Für die grüne Mojo:

  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund frischer Koriander
  • 1 Bund frische glatte Petersilie
  • 100 ml Plfanzenöl
  • 50 ml spanisches Olivenöl
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 TL Weißweinessig
  • eventuell eine Scheibe Toastbrot oder 50 g Parmesan, frisch gerieben

Den Knoblauch schälen und grob hacken.

Die Koriander- und Petersilienblätter vom Stiel zupfen und in ein hohes Gefäß geben. Den Knoblauch, den Koriander, die Petersilie, Salz, Pfeffer und das Pflanzenöl dazugeben und pürieren. Das Olivenöl langsam einfließen lassen, bis eine sämige Soße entstanden ist. Die Mojo mit Essig und Zitronensaft abschmecken. Falls die Soße zu dünn ist, kann noch ein Toastbrot entrindet, fein geschnitten und mit püriert werden. Oder man püriert noch etwas Parmesan mit in die Mojo. Auch wenn es dann nicht mehr original spanisch ist…

Zum Servieren die  gekühlte Suppe in kleine Gläser füllen und anschließend etwas grüne Mojo und einige Bananenbrösel darauf verteilen.

Mit Patrice bei #TGLE

The Good Life Embassy

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Im Herbst kann man nicht leben ohne… Kürbissuppe!

Kürbissuppe

Kürbis. Sobald die ersten Blätter fallen, stapeln sich vor jedem Supermarkt die orangefarbenen Kugeln, auf Restaurant-Karten findet man Kürbis-Gerichte ganz oben und in WG-Küchen steht mindestens einmal pro Woche ein großer Topf Kürbissuppe auf dem Herd. Bei mir auch. Denn Kürbis ist günstig, geschmackvoll und außerdem farblich hübsch anzusehen. Wenn ich Kürbis koche, nehme ich ausschließlich Hokkaido, denn der muss nicht geschält, sondern lediglich geteilt und entkernt werden. Und das Zerschneiden kostet mich weiß Gott schon nerven genug…

In diesem Jahr habe ich mein Klassiker-Rezept mit unfassbar viel Ingwer und ebenso viel Kokosmilch durch eine frischere Variante mit Orange und verschiedenen Kräutern ersetzt.

Kürbissuppe mit Orange, Ziegenfrischkäse und frischen Kräutern

Für vier Personen:

  • 1 Hokkaido Kürbis
  • 1 Große Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Butter
  • 1 Bio-Orange
  • 1 Becher Sahne
  • ½ Limette
  • 1 daumengroßes Stück ingwer
  • 1 TL Zucker
  • 400 ml Gemüsebrühe (oder 1 TL Gemüsebrühe und 400 ml Wasser)
  • 1 rote Chilischote
  • 100 g Ziegenfrischkäse
  • 1/TL Currypulver
  • 3 Stangen Frühlingszwiebeln
  • 6 Zweige Minze
  • 1 Handvoll Koriander
  • Salz, frischer Pfeffer

Die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln und in der Butter anschwitzen. Inzwischen den Kürbis halbieren, entkernen und in grobe Stücke schneiden. Diese mit zu den Zwiebeln geben und kurz mitanschwitzen. Das Gemüse anschließend mit Brühe und der Hälfte der Sahne aufgießen. Noch so viel Wasser dazugeben, bis der Kürbis ganz knapp bedeckt ist.

Nun die Orange auspressen und die Schale abreiben. Saft und Schale mit in den Topf geben. Den Ingwer reiben und ebenfalls dazu geben. Die Chilischote entkernen und fein würfeln (lieber kosten, wie scharf sie ist), nach Geschmack mit in die Suppe geben. So lange köcheln, bis der Kürbis zerfällt.

Nun die Suppe mit dem Schneidstab fein pürieren und alles mit Salz, Pfeffer, Currypulver, Zucker und dem Saft einer halben Limette würzen. Die restliche Sahne einrühren. Ggf. nochmal Wasser hinzufügen, sodass die Suppe nicht zu dick, sondern fein cremig ist. (Ich würde alles noch einmal durch ein feines Haarsieb schütten, damit die Kürbissuppe ihren Brei-Charakter verliert.)

Vor dem Servieren die Frühlingszwiebeln in schmale Ringe schneiden, die Minze und den Koriander fein hacken. Die drei Kräuter in einer Schüssel vermischen.

Zum Anrichten die cremige Suppe in einen Teller geben, den Ziegenfrischkäse darüber bröckeln, die Kräutermischung vorsichtig darüber streuen und alles nochmal mit frischem Pfeffer würzen.

 

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Bei diesem Wetter hilft nur noch Suppe…

Rote Bete Suppe

Oh man, ist das kalt draußen! Da hilft eigentlich nur, sich von innen zu wärmen. Und das geht wunderbar mit einer leckeren Suppe. Schön ist, wenn man dafür noch Saison-Gemüse verwendet. Wie wäre es da zum Beispiel mit einer Rote-Bete-Suppe? (Man kann Beete übrigens mit ein oder zwei Es schreiben) Das Gute an diesem Rezept: Durch die Kokosmilch schmeckt sie auch denen, die eigentlich nicht so auf den erdigen Geschmack stehen. Und alle Mädchen freuen sich über so viel pinke Farbe auf dem Teller.

 Rote-Bete-Suppe mit Orange und Kokosschaum

Zutaten für 4 Personen

  • 500 g Rote Bete
  • 1 Zwiebel
  • 1 mittelgroße Kartoffel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Haselnussgroßes Stück Ingwer
  • 400-500 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Kokosmilch
  • 1 Orange
  • 1 El Butter
  • Frischer Pfeffer
  • Salz
  • Zucker
  • Balsamicoessig
  • Sprossenmix

Rote Bete und Kartoffeln schälen. Beides in grobe Stücke schneiden. Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch fein würfeln und in Butter anschwitzen. Das Gemüse dazugeben und kurz mit anschwenken. Das Ganze mit der Brühe ablöschen, abdecken und ca. 25 Minuten weichköcheln. Orange auspressen und den Saft sowie zwei Drittel der Kokosmilch dazugeben und mit dem Pürierstab fein mixen. Noch so viel Wasser hinzufügen, bis die Suppe eine sämige Konsistenz hat. Mit Salz, Pfeffer, etwas Zucker und einem Schuss Balsamicoessig abschmecken. Zum Schluss den Rest der Kokosmilch erwärmen, mit dem Mixstab oder Milchaufschäumer aufschäumen und zusammen mit dem Sprossenmix als Suppen-Deko verwenden.