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Skrei-Burger mit Chorizomarmelade

Kennt Ihr Skrei? Das kaum ausprechbare Wort steht für den ausgewachsenen Winterkabeljau. Dieser Speisefisch ist momentan nicht nur superangesagt sondern auch äußerst lecker. Doch das Angebot ist begrenzt. Er wird nur zwischen Januar und April auf norwegischen Meeren gefangen. Nämlich dann, wenn die Skreis einmal im Jahr aus der eisigen Barentssee zu ihren Laichplätzen bei den Lofoten (Inselgruppe) zurück kehren.

Die Kälte macht das Fleisch des speziellen Kabeljaus besonders fest und muskelreich. Ich bin froh, dass ich nicht auf den kalten Gewässern Norwegens rumfahren muss, um dem Fisch zu fangen. Umso dankbarer bin ich, dass es tapfere und offenbar kälteresistente Seemänner gibt, die es tun.

Ich empfehle Euch, nicht mehr allzu lange zu warten, bis Ihr den Skrei einmal zu Euch in die Küche holt. Ich habe auch schon eine Idee, wie Ihr den Edelfisch zubereiten könnt!

Auf der Grünen Woche habe ich einen  Skrei-Burger mit Chorizomarmelade und Apfel-Kressesalat zubereitet. Ich verspreche, die aufregende Kombination aus scharfer Wurst und festem Fisch passt ganz fabelhaft zusammen. „Surf and Turf “ hat sich ja ohnehin schon längst bewährt. 🙂

Grüne Woche

Skrei-Burger mit Chorizomarmelade

Zutaten für 4 Burger

  • 200 g Chorizo am Stück
  • 3 Schalotten
  • 4 Fleischtomaten, gehäutet
  • mildes Olivenöl
  • 150 ml Tomatensaft
  • 2 – 3 EL Honig
  • 1 kleines Bund Thymian, gezupft
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 Prise Kreuzkümmel
  • 1 kleiner grüner Apfel
  • 1/2 Salatgurke
  • 1 Paket Kresse
  • 150 g Schafs-/ oder Fetakäse
  • 1 Zitrone
  • ca. 400 g Skrei-Filet
  • 2 EL Mehl
  • 4 Toasties
  • 1 El Butter
  • 3 EL Butterschmalz

Die Chorizo und die Schalotten in feine Würfel schneiden. Die Tomaten entkernen und würfeln. 1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Chorizo darin glasig andünsten. Anschließend die Schalotten dazugeben und alles 5 Minuten lang dünsten. Dann die Tomatenwürfel dazugeben und alles mit Tomatensaft aufgießen. Nun die Masse mit Honig, Thymian, Cayennepfeffer, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen und min. 20 Minuten schmoren lassen. Wer will, kann die Marmelade anschließend pürieren.

Chorizomarmelade

Den Apfel entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Gurke ebenfalls mit einem Löffel entkernen und fein würfeln. Die Kresse abschneiden und mit den Äpfeln und der Gurke mischen. Den Käse mit den Fingern zerbröckeln und zum Apfelgemisch geben. Den Minisalat mit einem großen Spritzer Zitronensaft und einem Esslöffel Olivenöl anmachen.

Apfel-Gurken-Salat

Nun das Skrei-Filet in vier gleich große (etwa Burger große) Stücke schneiden. Salzen, pfeffern und einmal in Mehl wenden.

Die Toasties  auf der Innenseite mit Butter bestreichen und in einer großen Pfanne knusprig anbraten.

In der Zwischenzeit das Butterschmalz in der Pfanne erhitzen und die Fischstücke je nach Dicke darin von jeder Seite 3 bis 4 Minuten anbraten. Sie sollten innen noch glasig sein. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und etwas Zitronensaft aufträufeln.

Skrei - Winterkabeljau

Jetzt geht es ans Belegen. Dazu zu erst die Unterseite der Brötchen mit der Chorizomarmelade besteichen. Dann jeweils ein Stück Fisch und 1 bis 2 EL Apfelsalat daraufgeben. Mit einem Deckel belegen und genießen!

Skrei-Burger mit Chorizomarmelade

Und hier gibt es das ganze auch nochmals als Video – live von der Grünen Woche.

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Apfelkuchen mit mmmmhhh… Karamellsoße.

Apfelkuchen

 Was macht für Euch einen perfekten Apfelkuchen aus? Ich mag es, wenn er oben knusprig und innen wunderbar saftig ist.

Zudem stehe ich darauf, wenn die Füllung angenehm würzig, sehr fruchtig und nicht zu süß ist. Richtig himmlisch wird es, wenn man das perfekte Stück Kuchen noch lauwarm mit Sahne und sündiger Karamellsoße begießt. Dann wird aus einem simplen Kuchen ganz schnell ein aufregendes Dessert…

Apfelkuchen mit Streuseln

Karamellsoße
In der aktuellen Berlin kocht Sendung war ich in der Berliner Bäckerinnung. Dort wo die Konditoren von morgen ihr Handwerk erlernen.

In der großen Backstube habe ich dann genau so einen Apfelkuchen gebacken, wie ich ihn gern hab. Dazu gab es eine aromatische Karamellsoße, die im übrigen auch zu Eis, aufs Brot oder pur ganz wunderbar schmeckt.

Wie man Kuchen und Soße herstellt und was ein Berliner Starbäcker ist, seht ihr im Video.

Ansonsten gibt es das ausführliche Rezept natürlich auch unten zum Nachbacken.

PS: Nicht nur Omas können Apfelkuchen backen…!

Zutaten für 1 Backblech

  • 160 ml Vollmilch
  • 225 g Butter
  • 140 g Zucker + 1 TL
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 500 g Mehl
  • Salz
  • 2 Eier
  • 15 Datteln, entsteint
  • 1/2 Zitrone
  • 6 Äpfel (Boskop)
  • 50 g Mandelstifte
  • 1 TL Zimt + 1 Prise
  • 2 – 4 cl Rum
  • 50 g Mandelmehl
  • 1 Vanilleschote
  • 200 ml Sahne

Die Milch in ein Topf erwärmen. Die Hefe dazu geben dazu geben und darin auflösen. 400 g Mehl mit 1 Prise Salz, 2 Eiern, 125 g Butter, 60 g Zucker und der Hefemilch zu einem geschmeidigen Teig verkneten und abgedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen.

Die Äpfel schälen, entkernen, in Spalten und anschließend in Scheibchen schneiden. Dann mit dem Saft der Zitrone beträufeln. Datteln in Würfel schneiden und zusammen mit den Mandelstiften zu den Äpfeln geben. Die Obstmischung mit 1 TL Zimt, Rum und dem Mark der halben Vanilleschote würzen und Beiseite stellen.
Nun den Hefeteig ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Weitere 10 Minuten abgedeckt gehen lassen. Den Ofen auf 180 Grad Ober/-Unterhitze vorheizen.  (Umluft: 160° C)
Für die Streusel 100 g Butter leicht erwärmen und mit 80 g Zucker, 100 g Mehl, 50 g Mandelmehl, 1 Prise Salz und 1 großen Prise Zimt gut verkneten.
Die Äpfel auf dem Teig verteilen und mit den Streuseln bestreuen. Kuchen im Ofen auf mittlerer Schiene ca. 40 Minuten backen und leicht auskühlen lassen.
200 ml Sahne mit dem restlichen Vanillemark und 1 TL Zucker steif schlagen.

Die Karamellsoße:

  • 230 g Zucker
  • 4 EL Wasser
  • 150 ml Sahne
  • 50 g Butter
  • 1 große Prise Salz
Den Zucker mit 4 EL Wasser in einem hohen Topf karamellisieren lassen. Wenn der Zucker goldbraun ist, den Topf vom Herd nehmen und die Sahne dazu schütten (vorsicht, es könnte spritzen).  Dann flöckchenweise die Butter einrühren. Die Karamellsauce ca. 8 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen. Anschließend mit 1 großen Prise Salz würzen und zum Auskühlen beiseitestellen.

 

Karamellsoße

Den streuseligen Apfelkuchen am besten noch lauwarm mit Sahne und gaaaaanz viel Karamellsoße servieren.

Apfelkuchen mit Karamellsoße

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Noch 15 Tage… dann ist die Spargelzeit schon wieder vorbei. Leider.

Spargel mit Parmaschinken

 

Im Schnitt verspeist jeder Deutsche 1,5 Kilo des weißen Gemüses im Jahr. Habt Ihr Euer Pensum 2014 schon ausgeschöpft? Nein? Dann in dieser Woche schnell noch ein paar Stangen beim Händler Eures Vertrauens kaufen und die letzten Tage ausnutzen. Schließlich dauert es dann wieder fast ein Jahr, bis man das edle Gemüse aus Deutschland kaufen kann.

Aber immer nur Spargel mit Schnitzel….?? Schnarch.

Für alle, die in den letzten Wochen oft genug die Klassiker-Kombi gegessen haben, habe ich noch eine neue und supersimple Zubereitungsart. Nämlich gratinierten Spargel mit Parmaschinken.

Den Spargel dafür habe ich beim Spargelhof in Klaistow übrigens quasi selbst gestochen und anschließend mit einer Profi-Schälerin um die Wette geschält. Ich war gar nicht mal sooo schlecht, aber die 20 bis 30 Kilo in der Stunde, die meine Konkurrenz Alicia im Schnitt schafft, konnte ich natürlich nicht erreichen… Falls Ihr Lust habt, es Euch anzusehen, die Bilder dazu gibt es im Video. Das Rezept natürlich auch.

Ach ja, und weil der Spargelhof Klaistow so ein richtiger Erlebnishof ist, durfte ich nach den Dreharbeiten noch auf die größte Hüpfburg, die ich je gesehen hab. Oh man, hat das FUN gemacht. (Auch wenn ich dort feststellen musste, dass meine Qualitäten doch eher in der Küche als auf der Hüpfburg liegen…)

Gratinierter Spargel mit Parmaschinken

 

 

Zutaten für 2 Personen
  • 10 Stangen weißer Spargel, bissfest gegart
  • 15 Scheiben Parmaschinken
  • 60 g Parmesan am Stück
  • 8 Kirschtomaten
  • 5 EL Sahne
  • 1/2 Bio Zitrone
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 gehäufter EL Semmelbrösel
  • 20 Schnittlauchhalme
Den Backofen auf 220 Grad Oberhitze vorheizen. Je zwei Spargelstangen mit ein bis zwei Scheiben Parmaschinken umwickeln. Die Spargel-Päckchen nebeneinander in eine Auflaufform legen.
Den Parmesan auf einer feinen Reibe reiben. Die Kirschtomaten vierteln und über sowie zwischen den Spargelstangen verteilen.
Die Sahne in einer kleinen Schüssel mit dem Saft und dem Abrieb der Zitrone sowie Salz und Pfeffer vermischen und über den Spargen schütten.
Nun noch den frisch geriebenen Parmesan und die Brösel darüber streuen uns alles im heißen Backofen ca. 10 bis 15 Minuten überbacken, bis der Käse schön braun ist.
Während der Spargel im Ofen ist, den Schnittlauch in feine Ringe schneiden und kurz vor dem Servieren über den gratinierten Spargel geben.
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Berlin Kocht Dreh auf dem Spargelhof Klaistow

Hüpfhüpf

hüpf hüpf..

Burger für den Bürgermeister

Wowereit probiert den Pink Burger
Wie ist es eigentlich 300 Burger für einen Bürgermeister zu machen?
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Kurz gesagt: Anstrengend, aufregend und stolz.
Lang gesagt: Oh man, hatte ich unterschätzt, wie viel Arbeit es macht, 300 Brötchen selbst zu backen.
Der Koch aus der Kochschule Berlin, wo wir netterweise alles vorbereiten durften, sagte beim Ankommen: „Du willst aber nicht alle Brötchen selbst backen, oder? Du bist ja verrückt!“. Was er damit meinte, habe ich gemerkt, nachdem ich nachts um halb eins die letzten Brötchen aus dem Ofen genommen hatte und der Wecker dann doch schon wieder um 6.30 Uhr klingelte… Schließlich mussten alle Lebensmittel um 12 Uhr auf dem Hoffest-Gelände sein – wegen der Sicherheitsvorkehrungen.
Die Wartezeit von 12 bis 17 Uhr wusste ich aber gut zu überbrücken. Schließlich mussten noch 300 Käsecracker gebacken und Kiloweise Guacamole angerührt werden.  Ach ja, und dann musste ich nebenbei noch eine Folge „Berlin kocht“ und eine Reportage-Folge „Dossier24“ drehen, aber das im wahrsten Sinne nur ganz nebenbei…
Um 17.25 sollte ich dann tatsächlich einen Burger für den Bürgermeister fertig machen. Es hieß, er würde nach seiner Begrüßungsrede als aller Erstes zu mir kommen. Was für eine Ehre!!!
Burger für den Bürgermeister
Ich suchte das allerschönste Brötchen mit dem allerschönsten Käsecracker raus und legte die Zutaten mit zittrigen Händen aufeinander. Mit war es wirklich wichtig, dass es ihm schmeckt. Beim Probieren waren dann Kameras und Fotografen dabei und ich tierisch aufgeregt. Der Bürgermeister war ganz locker. Vollprofi eben. Wowereit: „Ja, das kann man essen“,  sagte er und grinste. Ok…
Nachdem die Kameras weg waren, ist er sogar noch geblieben und frage: „Woher kommt das Wort Umami?“
„Umami ist der 5. Geschmackssinn, neben süß, sauer, bitter und salzig, der vor etwa 100 Jahren entdeckt wurde. Er steht für fleischig, herzhaft“, erklärte ich streberhaft. Gedacht habe ich: ‚Juchuu, er interessiert sich wirklich.‘
gespraech
Dann musste Wowereit dann doch weiter und ich an meinen Pass. Um 18 Uhr ging dann das große Servieren los. 300 Stück in einer Stunde sollten es werden.
Burger für Burger habe ich mit meinem Team rausgegeben. Nach 60 Minuten war alles vorbei. Es war superschön und superanstregend. Aber er hat sich gelohnt. Wann probiert schon mal ein Bürgermeister meinen Burger?
Am Montag um 17.45 uhr kommt übrigens die Hoffest-Spezial-Sendung von“ Berlin kocht“ bei TVB. Da kann man dann nochmals sehen, wie der Burger dem Herrn Wowereit geschmeckt hat. Ach ja, und das „Dossier24“ kommt am Dienstag um 19.15 Uhr. Dann wart ihr wirklich fast dabei. 🙂
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PS: Vielen, vielen Dank an meine grandiosen Helfer. Tine, Tammo, Sören: Ohne Euch hätte ich das ganze Fest niemals gewuppt! Und äh, hat jemand ein Team-Foto gemacht?
 
Gruppenbild

Guckt mal, ich neben all den Profis 🙂

rote-beete-burger
Plakat
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Meine erste eigene Kochshow – Berlin kocht!

Berlin kocht mit Felicitas Then

Jetzt ist es offiziell. Ich habe meine erste kleine Koch-Show. Und zwar „Berlin kocht“ auf dem Regionalsender TV Berlin. Könnt Ihr Euch vorstellen, dass ich davon schon träume, seit dem ich 14 bin?! Zugegeben, am Anfang war ich ziemlich aufgeregt. Ich weiß nicht, was mehr gezittert hat – meine Hände oder meine Stimme…

Aber inzwischen bin ich ganz zufrieden und es gibt jeden Montag um 20.45 Uhr eine neue Sendung mit mir. In der aktuellen Show zum Beispiel koche ich den ersten Spargel. Den, der immer am leckersten schmeckt – eben weil es er der erste ist. Ich zeige, dass man Spargel nicht nur im Topf, sondern auch supereasy im Backofen in Alufolie garen kann. Außerdem mache ich eine Hollandaise selbst. Und damit sie aufregender schmeckt als sonst, aromatisiere ich sie mit Limette und Chili…

Aber was schreibe ich hier… Seht doch einfach selbst!

Berlin kocht