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Frühstückstrend: Eggs Benedict

Eggs Benedict

In den 70ern schickte es sich, einen Krabben-Cocktail zu bestellen, in den 80gern war man mit einem Mettigel ganz weit vorne, einige Jahre später zog dann Tomate-Mozarella in die deutsche Buffet-Küche ein.

Heute findet man in Sternelokalen essbare Blüten und verrückte Kressesorten, an Imbissbuden gibt es famose Burger und in Frühstückstcafés werden Eggs Benedict serviert. Zumindest hier in Berlin, wo sich sich das einst traditionelle Hotelgericht rasant verbreitet. (Auch bei meinem letzten Leipzig-Besuch habe ich es im hippen Café Cantona auf der Karte entdeckt.)

1894 waren Eggs Benedict schon einmal ein großer Trend, nachdem sie im New Yorker Waldorf-Astoria zur Bekämpfung des Katers eines Herrn Benedict kreiert wurden. Was ich mir gut vorstellen kann, denn die Kombination aus pochiertem Ei, Sauce Hollandaise und knusprigen Brot dürfte bei so ziemlich jedem die Lebensgeister wieder erwecken. Traditionell werden die im Wasserbad gegarten Eier auf einen English Muffin gelegt (bei uns als Toasties bekannt und in jedem Supermarkt erhältlich) und dann unter Löffelweise Sauce versteckt. Beim Anschneiden vermischt sich das flüssige Eigelb dann mit der Hollandaise… Muss ich mehr sagen?!

Eggs Benedict

Wie bei Food-Trends so üblich, sind Instagram und Blogs voll mit Benedict-Eiern. Und nachdem ich neulich bei meiner Freundin und Bloggerin Cathrin Brandes dann auch einen Artikel mit dem Titel schöne männliche Eier über eben dieses Eigericht las, war mir klar: Mein nächstes Frühstück findet nicht ohne Eggs Benedict satt.

Ich habe meine Eggs-Benedict natürlich in gewohnter Feli-Manier ein wenig gepimpt. Und zwar mit Avocadocreme, Limette und Jalapenos. Das war schön scharf, frisch, würzig, knusprig und cremig. Das nächste Mal werde ich unter das Ei noch eine Scheibe knusprigen Speck legen….

Eggs Benedict

Zutaten für 4 Stück, Zubereitungszeit ca. 30 min.

Eggs Benedict mit Avocadocreme und Jalapenos

Für die Hollandaise:

  • 170 g Butter
  • 1/2 Limette
  • 1 rote Chili-Schote
  • 4 frische Bio-Eigelb
  • 1-2 EL heller Essig
  • 1 EL Einlegewasser von Jalapenos, alternativ Leitungswasser
  • Salz
  • 1 kleine Knoblauchzehe, fein gehackt (optional)
  • 1 Prise Zucker
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Die Butter auf dem Herd in einem kleinen Topf langsam schmelzen lassen, allerdings ohne dass sie braun wird. Für die Sauce das Eigelb, den Essig, und einen Esslöffel Jalapeno-Wasser, Salz und eine Prise Zucker in einer Metallschüssel mit einem Schneebesen verrühren. Die Schüssel auf den Herd in ein heißes Wasserbad stellen.

Die Eigelbmischung mit dem Schneebesen auf dem Wasserbad so lange schlagen, bis die Soße dicklich und schön cremig wird. Dabei ständig aufpassen, dass die Creme nicht zu heiß wird, da sie sonst gerinnt. Dann die flüssige (aber nicht mehr heiße) Butter im dünnem Strahl mit dem Schneebesen langsam unter die Eigelbmischung rühren, bis eine cremige Sauce entstanden ist.

Die Hollandaise mit Salz, dem Knoblauch, dem Abrieb der halben Limette, Zucker und Pfeffer abschmecken und bis zum Servieren warm halten.

Eggs Benedict

Für die Avocadocreme:

  • 1 reife Avocado
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • Cayennepfeffer
  • ½ Limette
  • 1 kleine Knoblauchzehe

Für die Guacamole die Avocados halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauskratzen. Dieses anschließend mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und dem Saft der Limette würzen und mit einer Gabel zu einem stückigen Brei zerdrücken. Die Knoblauchzehe schälen, fein hacken und unter die Avocadocreme mischen.

Eggs Benedict

Ansonsten:

  • 4 frische Bio-Eier
  • 3 EL Essig
  • Salz
  • 2 Vollkorn-Toasties (English Muffins)
  • 1 EL Butter
  • 2 EL Jalapenos

Für die pochierten Eier einen großen Topf mit Wasser füllen und zum köcheln bringen. Essig zugeben. Eier vorsichtig in kleine Gläser aufschlagen. Das Wasser im Topf mit einem Löffel zum Strudel rühren und dann die Eier nacheinander vorsichtig in das köchelnde Wasser gleiten lassen und ca. 3 Minuten köcheln lassen. Der Dotter sollte in der Mitte noch weich sein. Eier mit einem Schöpflöffel herausheben und auf einen warmen Teller legen. Leicht salzen.

In der Zwischenzeit die Toasties halbieren mit etwas Butter bestreichen und am besten in einer Pfanne mit der Schnittflache nach unten anrösten. So bleiben sie außen weich und werden innen knusprig.

Fertige Toasties mit Avocadocreme bestreichen und jeweils ein pochiertes Ei aufsetzen. Die Hollandaise über die Eier geben und alles mit Jalapenos dekoriert sofort servieren.

 

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Olivenöl, Sterneköche und andere Freuden – Rezept für Parikasuppe mit grüner Mojo

Olivenöl mit Stefan Hartmann

Hinter mir liegt ein schönes und aufregendes Wochenende bei der Good Life Embassy in Berlin.

Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Ich habe einen spanischen Zwei-Sterne-Koch kennen gelernt, mit Enie van de Maiklokjes auf der Bühne gestanden, mit Patrice Beeren-Törtchen gegessen und mit dem Berliner Spitzenkoch Stefan Hartmann zusammen in der Showküche gekocht.

Letzteres war mein persönliches Highlight!

The Good Life Embassy

 

Es hat so viel Freude bereitet, den Zuschauern als Botschafterin für spanisches Olivenöl meine Rezepte zu erklären. Und wann hat man schon mal das Glück, von einem Sternekoch die Buletten gerollt zu bekommen? Und dann noch von so einem sympathischen wie Stefan Hartmann…

Das Thema war „Fast Tapas“. Ich habe dabei spanische Klassiker in gewohnter Feli-Manier gepimpt. So gab es bei mir eine Paprika-Gazpacho mit Mojo Verde und Bananenchips, Albondigas mit Röstbrot und gebratene Riesengarnelen mit ’ner Menge Limettensaft und Koriander.

Mein Lieblingsrezept von den dreien habe ich hier für Euch aufgeschrieben. Es ist die Paprika-Gazpacho. Auch wenn es auf den ersten Blick etwas komisch klingt, eine Paprikasuppe kalt zu essen. Probiert es einfach mal aus. Ich habe früher schon gerne kalte Bolognese oder Pizza aus dem Kühlschrank gegessen. Daher weiß ich, wie sich die Aromen von gekochten Speisen auf eine spannende Art intensiveren, wenn sie kalt sind, hihi…

Paprika Gazpacho

Zutaten für 6 bis 8 kleine Portionen

Für die Suppe:

  • 3 große gelbe Paprikaschoten
  • Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Currypulver
  • 1/3 TL Kurkuma
  • 1 Daumengroßes Stück Ingwer
  • 1 gehäufter TL Weizenmehl
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml flüssige Sahne
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Orange
  • 1 TL Zucker
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • 50 g Bananenchips

Die Paprikaschoten halbieren, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebeln und den Knoblauch darin glasig anschwitzen. Die gelben Paprikastücke dazugeben und kurz mit anschwitzen. Das Currypulver, den Kurkuma, das Mehl und den klein geschnittenen Ingwer hinzufügen und ebenfalls kurz mit anschwitzen, dann mit der Brühe ablöschen. Die Sahne angießen. Die Suppe mit Salz, Pfeffer, Zucker, 2 TL Zitronensaft, etwas Zitronenabrieb, den Saft der Orange und Cayennepfeffer abschmecken und ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Paprikastücke weich sind.

Dann die Suppe mit dem Stabmixer fein pürieren und durch ein feines Haarsieb passieren. (Dabei kräftig drücken, damit die gesamte Flüssigkeit abtropfen kann.)

Die Suppe abschließend aufkochen und unbedingt nochmals mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Zitronensaft abschmecken.

Die Suppe abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen. Die Bananenchips mit dem Universalzerkleinerer oder mit einem großen Messer in möglichst kleine Stücke schneiden.

Für die grüne Mojo:

  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund frischer Koriander
  • 1 Bund frische glatte Petersilie
  • 100 ml Plfanzenöl
  • 50 ml spanisches Olivenöl
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 TL Weißweinessig
  • eventuell eine Scheibe Toastbrot oder 50 g Parmesan, frisch gerieben

Den Knoblauch schälen und grob hacken.

Die Koriander- und Petersilienblätter vom Stiel zupfen und in ein hohes Gefäß geben. Den Knoblauch, den Koriander, die Petersilie, Salz, Pfeffer und das Pflanzenöl dazugeben und pürieren. Das Olivenöl langsam einfließen lassen, bis eine sämige Soße entstanden ist. Die Mojo mit Essig und Zitronensaft abschmecken. Falls die Soße zu dünn ist, kann noch ein Toastbrot entrindet, fein geschnitten und mit püriert werden. Oder man püriert noch etwas Parmesan mit in die Mojo. Auch wenn es dann nicht mehr original spanisch ist…

Zum Servieren die  gekühlte Suppe in kleine Gläser füllen und anschließend etwas grüne Mojo und einige Bananenbrösel darauf verteilen.

Mit Patrice bei #TGLE

The Good Life Embassy

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Würzige Veggie-Schnitzel

Sellerie Schnitzel

Ihr wolltet mehr vegetarische Rezepte? Hier habt ihr eins!

Statt Schwein oder Kalb habe ich gestern Abend einfach mal Sellerie paniert. Es ist kein aufwendiges oder brandneues Rezept, aber trotzdem superlecker. Um den würzigen Geschmack vom Sellerie zu unterstützen, habe ich das Mehl mit Zimtpulver gewürzt.

 

Veggie-Schnitzel aus Sellerie

Zutaten für zwei Personen

  • 300 g Knollensellerie
  • 3 EL Mehl
  • 1 große Messerspitze Zimt
  • 1 Ei
  • 5 EL Semmelbrösel
  • Öl zum Ausbacken
  • Eventuell 1 EL Butter
  • ½ Zitrone

Den Sellerie mit einem Messer schälen und in etwa fünf Millimeter dicke Scheiben schneiden. Wer mag, kann dann noch hübsche Dreiecke daraus schneiden. (Wenn die Scheiben zu dick sind, schmecken die Schnitzel meiner Meinung nach zu sehr nach Sellerie.) Die Schnitzel großzügig mit Salz und Pfeffer würzen.

Mehl auf einen flachen Teller geben, mit dem Zimt vermengen. Auf einem weiteren Teller das Ei mit Salz und Pfeffer verquirlen. Das Semmelmehl auf einem dritten Teller verteilen und die Schnitzel in der Reihenfolge Mehl, Ei, Brösel paniere

In einer großen Pfanne etwa 4 Millimeter hoch Öl erhitzen und die Schnitzel hineinlegen. Wenn die Schnitzel knusprig braun sind, können sie gewendet werden und die Butter mit in die Pfanne gegeben werden. Sobald der Sellerie rundherum goldbraun gebacken ist, herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Die vegetarischen Schnitzel mit Zitronenspalten servieren. Dazu passt ein bunter Salat und Ziegenfrischkäse-Dip.

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Kartoffel-Curry mit Schuss

Kartoffelcurry mit Schuss

Currys mache ich oft. Sie schmecken immer irgendwie spitze und man kann damit viele Leute auf einmal an den Tisch holen. Als ich das letzte mal in der WG für ein paar Vegetarier ein Kartoffel-Curry gekocht hab, stand neben dem Herd eine übrig gebliebene Flasche brauner Rum. Und da ich mal wieder auf der Suche nach dem besonderen Geschmackserlebnis war, habe ich die Soße zum Schluss einfach mit einem ordentlichen Schuss Schnaps abgeschmeckt. Meinen Gästen hat es super geschmeckt und es wurde sofort beschlossen, bei der nächsten Party einen Schluck Rum für’s kommende Curry aufzuheben..

Kartoffel-Curry mit Datteln und braunem Rum

  • 1 Kg festkochende Kartoffeln
  • 3 EL Öl
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 Stangen Zitronengras
  • 2 TL Currypulver (scharf)
  • 2 Dosen (800 ml) ungesüßte Kokosmilch
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 300 g frische Champignons
  • 3 Zimtstangen (oder drei Messerspitzen gem. Zimt)
  • 5 Frühlingszwiebeln
  • 4 EL Mandeln gehobelt
  • 1 Bio-Orange
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz, Pfeffer
  • 2-4 cl brauner Rum
  • 1/2 TL Zucker
  • 12 Datteln

Curry mit Schuss

Zu erst die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser weich kochen. Inzwischen die Zwiebeln und den Knoblauch fein würfeln und in einem Esslöffel Öl glasig dünsten. Das Zitronengras mit dem Messerrücken anschlagen, sodass die ätherischen Öle frei werden.

Curry mit Schuss

Die Zwiebeln und den Knoblauch mit dem Currypulver bestäuben und kurz mitrösten, anschließend mit der Kokosmilch ablöschen, das Zitronengras und die Zimtstangen dazugeben und leicht köcheln lassen. Den Ingwer schälen, fein reiben und mit in die Soße geben. Anschließend mit Salz, Pfeffer und dem Zucker kräftig würzen. Nun die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und die Mandeln in einer Pfanne ohne Öl goldbraun rösten. Beides in einer Schüssel vermengen und Beiseite stellen. Die Kartoffeln pellen und in grob würfeln. Die Datteln in kleine Würfel schneiden. In großen Pfanne zwei Esslöffel Öl erhitzen und die Kartoffeln darin braten. Kurz bevor sie goldbraun sind, zu erst die Champignons und wenig später die dazugeben, kurz mitbraten, salzen und pfeffern. ¼  Teelöffel Abrieb sowie den Saft der Orange und der Zitrone mit zur Currysoße geben. Nun das Zitronengras entfernen und die Soße VORSICHTIG mit RUM abschmecken.

Zu letzt das Kartoffelgemüse zum Curry geben, alles noch einmal kurz aufkochen, erneut abschmecken und mit der Frühlingszwiebel-Mandelmischung bestreut servieren.

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Feigen-Aprikosen-Senf – Geschenke aus der Küche Teil 1

Feigensenf

Ich habe in den letzten Wochen viel Zeit damit verbracht, Präsente zu kochen und zu backen. Meine Erkenntnis: Selbstgemachtes macht nicht nur dem Empfänger Freude… Deshalb gibt es in nächster Zeit von mir diverse Verschenk-Rezepte.

Den Anfang macht mein Feigen-Aprikosen-Senf.

Für drei bis vier Gläser

  • 8 frische Aprikosen
  • 250 g getrocknete Feigen
  • 250 ml Apfelsaft
  • 2 EL heller Essig, am besten Apfelessig
  • 4 EL Senfpulver (gemahlene Senfkörner)
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 5 EL Honig
  • 100 g Zucker
  • Wasser
  • 1 Prise Salz
  • Chilipulver

Aprikosen kurz in kochendem Wasser blanchieren und schälen. Anschließend entkernen und zusammen mit den Feigen grob würfeln. Das Obst in einen Topf geben und mit dem Apfelsaft, dem Essig, dem Senfpulver, dem Zitronensaft, dem Honig und dem Zucker vermengen, dann aufkochen und unter Rühren fünf Minuten kochen lassen.

Die Senfmasse anschließend mit dem Pürierstab fein pürieren. Dabei so viel Wasser zu der Mischung geben, bis eine senfartige Konsistenz entsteht. Die genaue Menge Wasser variiert leider, denn es kommt immer darauf an, wie trocken die Früchte waren.

Den Senf dann 20 Minuten lang weiter köcheln lassen, dabei öfter umrühren und wenn nötig immer wieder einige Esslöffel Wasser hinzugeben, da die Masse eventuell weiter eindickt.

Den Senf zum Schluss mit Salz und Chili nach Belieben würzen, abschmecken und wenn nötig noch etwas Zucker zum Süßen oder Essig für die Säure dazugeben. (Auch hier variiert die Fruchtsüße)

Die Masse am besten noch einmal pürieren, kurz aufkochen und heiß in abgekochte Einweckgläser füllen. Die Gläser randvoll machen, verschließen und sofort für einige Minuten auf den Kopf stellen.
[quote_box_center] Gerade zu Camembert, Schimmelkäse oder anderen Sorten ist der Feigen-Aprikosen-Senf natürlich spitze. Er schmeckt aber auch zu Fleisch, Schinken oder in Salatsaucen – dann knuspern die Feigenkörnchen nämlich ganz wunderbar…[/quote_box_center]

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Hummus: vegetarische Nachweihnachtszeit Teil II

Hummus

 

Hier kommt der zweite Teil meiner vegetarischen Nachweihnachtszeit: Hummus.
Die würzige Creme ist meine neue Leidenschaft. Ich esse sie zum Frühstück, zum Mittag und abends dippe ich mein Brot hinein.
Mein Tipp bei der Zubereitung: leicht überwürzen!

Für vier Portionen

  • 1 Glas/Dose Kichererbsen (400g-500 g)
  • 2 EL Sesampaste (Tahina)
  • 4-5 EL neutrales Olivenöl oder anderes geschmacksneutrales Öl
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • Saft einer halben Zitrone
  • Kreuzkümmel
  • Chilipulver
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Prise Zimt
  • Wasser aus dem Kichererbsen-Glas

Die Kichererbsen absieben und das Wasser auffangen. Die Erbsen mit der Sesampaste, dem Knoblauch, dem Öl und dem Zitronensaft pürieren.

Anschließend kräftig mit Kreuzkümmel, Chili, Salz und Pfeffer würzen. Anschließend eine Prise Zimt dazugeben. Zum Schluss so viel aufgefangenes Wasser zur Paste geben, bis eine cremige Paste entstanden ist.

Am besten schmeckt mir der Hummus, wenn er etwas durchgezogen ist. Dann muss er eventuell nochmal nachgewürzt werden.

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Mit Trüffelöl schmeckt der Kohl spitze!

Spitzkohl mit Trüffelöl

 

Nachdem ich gestern gefühlte drei Kilo leckeren Gänsebraten gegessen habe, ist mir heute nach etwas Vegetarischem. Ich glaube, ich koche mal wieder mein momentanes Lieblings-Gemüse-Gericht:

Spitzkohl mit Parmesan und Trüffelöl. Ich verwende übrigens das bei einigen verpönte Öl mit Trüffelaroma an Stelle von echtem Trüffel. Ich habe mich auf dem Wiener Naschmarkt durch verschiedenste Trüffelöle gekostet: Das aromatisierte hat mich preislich UND geschmacklich einfach am meisten überzeugt.

Für zwei Personen als Beilage oder für eine Person als ganze Mahlzeit

  • 1 Spitzkohl
  • 1 Knoblauchzehe
  • ½ Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer,
  • Chilipulver
  • Muskatnuss
  • 1-2 TL Trüffelöl
  • 50 g Parmesan, frisch gerieben

Den Strunk des Spitzkohls entfernen und den geputzten Kohl in freie Streifen schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln und in einer großen Pfanne im Olivenöl glasig dünsten. Den Spitzkohl dazugeben und auf höchster Stufe ca. 5 Minuten braten.

Mit Salz, Pfeffer, Chili und etwas Muskatnuss würzen. Kurz vorm Servieren das Trüffelöl auf den Spitzkohl geben, das Öl dabei je nach Intensität des Trüffelaromas dosieren.

Dann kann der Spitzkohl mit etwas Parmesan bestreut serviert werden.

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Eine Frage des Timings oder Schweinefilet im Speckmantel mit Maronensauce

Gemüsespaghetti mit Schweinefilet

Zucchini küsst heiße Pfanne. Und zwar nur kurz! Wenn man diese Regel verfolgt, dann schmecken die Gemüse-Spaghetti tatsächlich fast wie ihre Grieß-Kollegen. Dazu gab es bei mir gestern Abend Schweinefilet im Speckmantel und Maronensauce.

Eine Frage des Timings.
(für 2 Personen)

  • 4 Schweinefilet-Medallions (ca. 6 cm hoch)
  • 6 Scheiben Bacon
  • 5 EL Olivenöl
  • 3 Zweige Rosmarin
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 TL Butter
  • 50 ml Weißwein
  • 200 ml Bratenfond
  • 250 g Maronen (gegart)
  • 100 ml Sahne
  • Zitronensaft
  • 1 Prise Zucker
  • 2 große Möhren
  • 2 mittelgroße Zucchini
  • Pfeffer, Salz

Den Backofen auf 100 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Schweinefilet-Medallions mit je einer Scheibe Bacon umwickeln. Einen EL Olivenöl in einer Pfanne sehr heiß werden lassen. Die Filetstücke mit der offenen Bacon-Stelle nach unten zu erst in die Pfanne legen. Anschließend eine angedrückte Knoblauchzehe und 2 Rosmarin-Zweige dazugeben. Das Fleisch ca. 6 Minuten ringsherum knusprig anbraten. Zum Fertiggaren 30-35 Minuten in den Ofen auf einem Teller in den Ofen geben.

Für die Sauce die Zwiebel und die andere Knoblauchzehe fein würfeln und in der Butter in einem Topf glasig anschwitzen. Mit den Weißwein ablöschen und kurz einreduzieren lassen. Anschließend den Fond aufgießen und um ein Drittel einkochen lassen. Nun etwa die Hälfte der Maronen und die Sahne mit in die Soße geben und mit dem Schneidstab fein pürieren. Die Soße mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Falls die Soße zu dick ist, noch etwas Fond angießen. Warmstellen.

Die restlichen Maronen in einem EL Butter in einer kleinen Pfanne einige Minuten lang anbraten, salzen, pfeffern und beiseite stellen.

Für die Gemüse-Spaghetti zu erst die Möhren mit dem Spiralschneider zerkleinern und anschließend in einer großen Pfanne auf höchster Stufe in 2 EL Olivenöl und einigen Rosmarinnadeln ca. 6 Minuten lang anbraten. In der Zwischenzeit die Zucchini auch mit dem Spiralschneider zerkleinern. Wenn die Möhren „al dente“ sind, können die Zucchini dazugegeben werden und weitere zwei Minuten mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann sofort servieren.

Zum Anrichten das Filet auf die Gemüse-Spaghetti setzen. Anschließend nur noch die Maronen und die Soße darüber geben.

 

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Im Herbst kann man nicht leben ohne… Kürbissuppe!

Kürbissuppe

Kürbis. Sobald die ersten Blätter fallen, stapeln sich vor jedem Supermarkt die orangefarbenen Kugeln, auf Restaurant-Karten findet man Kürbis-Gerichte ganz oben und in WG-Küchen steht mindestens einmal pro Woche ein großer Topf Kürbissuppe auf dem Herd. Bei mir auch. Denn Kürbis ist günstig, geschmackvoll und außerdem farblich hübsch anzusehen. Wenn ich Kürbis koche, nehme ich ausschließlich Hokkaido, denn der muss nicht geschält, sondern lediglich geteilt und entkernt werden. Und das Zerschneiden kostet mich weiß Gott schon nerven genug…

In diesem Jahr habe ich mein Klassiker-Rezept mit unfassbar viel Ingwer und ebenso viel Kokosmilch durch eine frischere Variante mit Orange und verschiedenen Kräutern ersetzt.

Kürbissuppe mit Orange, Ziegenfrischkäse und frischen Kräutern

Für vier Personen:

  • 1 Hokkaido Kürbis
  • 1 Große Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Butter
  • 1 Bio-Orange
  • 1 Becher Sahne
  • ½ Limette
  • 1 daumengroßes Stück ingwer
  • 1 TL Zucker
  • 400 ml Gemüsebrühe (oder 1 TL Gemüsebrühe und 400 ml Wasser)
  • 1 rote Chilischote
  • 100 g Ziegenfrischkäse
  • 1/TL Currypulver
  • 3 Stangen Frühlingszwiebeln
  • 6 Zweige Minze
  • 1 Handvoll Koriander
  • Salz, frischer Pfeffer

Die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln und in der Butter anschwitzen. Inzwischen den Kürbis halbieren, entkernen und in grobe Stücke schneiden. Diese mit zu den Zwiebeln geben und kurz mitanschwitzen. Das Gemüse anschließend mit Brühe und der Hälfte der Sahne aufgießen. Noch so viel Wasser dazugeben, bis der Kürbis ganz knapp bedeckt ist.

Nun die Orange auspressen und die Schale abreiben. Saft und Schale mit in den Topf geben. Den Ingwer reiben und ebenfalls dazu geben. Die Chilischote entkernen und fein würfeln (lieber kosten, wie scharf sie ist), nach Geschmack mit in die Suppe geben. So lange köcheln, bis der Kürbis zerfällt.

Nun die Suppe mit dem Schneidstab fein pürieren und alles mit Salz, Pfeffer, Currypulver, Zucker und dem Saft einer halben Limette würzen. Die restliche Sahne einrühren. Ggf. nochmal Wasser hinzufügen, sodass die Suppe nicht zu dick, sondern fein cremig ist. (Ich würde alles noch einmal durch ein feines Haarsieb schütten, damit die Kürbissuppe ihren Brei-Charakter verliert.)

Vor dem Servieren die Frühlingszwiebeln in schmale Ringe schneiden, die Minze und den Koriander fein hacken. Die drei Kräuter in einer Schüssel vermischen.

Zum Anrichten die cremige Suppe in einen Teller geben, den Ziegenfrischkäse darüber bröckeln, die Kräutermischung vorsichtig darüber streuen und alles nochmal mit frischem Pfeffer würzen.

 

, , Grünes für die Grünen
Artischoke

Keinen Grund zu Feiern, aber leckere Gemüse-Häppchen gab es am Sonntag auf der Grünen-Wahlparty. Ihnen widme ich mein vegetarisches Rezept.

Ich verspreche, in der Küche sitzen und Artischocken-Blätter in Crème-Fraîche tunken macht fleischlos glücklich.

Artischocken-Blätter in Crème-Fraîche

  • 2 Artischocken
  • 2 Bio-Zitronen
  • 80 Gramm Ziegenfrischkäse
  • 1 EL Crème-Fraîche
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 Handvoll Basilikumblätter
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Einen großen Topf mit gut gesalzenem Wasser aufsetzen.
Die Spitzen der Artischockenblätter mit einer Schere abschneiden und den Stiel abbrechen. Die Bruchstelle sofort mit einem Stück Zitrone einreiben.

Sobald das Wasser kocht, die Artischocken und zwei Zitronenhälften hineingeben und 30-40 Minuten weichköcheln. (Das Gemüse ist dann fertig, wenn die Blätter sich leicht herausziehen lassen.)

Während die Artischocken kochen, kann der Dip zubereitet werden. Dazu den Ziegenfrischkäse mit der Crème-Fraîche verrühren. Den Knoblauch fein schneiden und mit der Klinge eines normalen Messers und etwas Salz fein zerreiben. Zusammen mit dem Saft und dem Abrieb von einer halben Zitrone zur Ziegenkäse-Mischung geben. Das Basilikum fein hacken und ebenfalls dazugegeben. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die abgetropften Artischocken in einer Pfanne im heißen Öl nochmals rundherum anbraten und mit dem Dip servieren.

Verzehr-Tipp: Die Blätter von außen nach innen abzupfen. Jeweils unteren Teil eintunken und mit den Zähnen abziehen. Wenn man in der haarigen Mitte angelangt ist, können die Borsten mit einem Löffel ganz leicht ausgekratzt werden. Den Boden kann man dann komplett und bequem mit Messer und Gabel essen.